Der richtige Zeitpunkt

Langenerin Kiki Cordalis bringt erstes eigenes Album heraus

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In der Welt der Musik unterwegs, in Langen zuhause: Sängerin Kiki Cordalis, Tochter von Costa Cordalis, arbeitet gerade an einem neuen Album.

Kiki Cordalis hat nicht nur einen berühmten Nachnamen – die Tochter von Schlagerstar Costa ist selbst als Musikerin aktiv. Nachdem sie früher für Madonna, Celine Dion oder Eros Ramazotti sang, produziert die Langenerin nun ihr erstes eigenes Album.

Langen – Mit Megastar Madonna machte sie gemeinsam Musik, trat mit ihr in Los Angeles auf. „Sie ist ein sehr, sehr ehrgeiziger Mensch, gleichzeitig aber auch enorm sympathisch und lieb“, beschreibt Kiki Cordalis die italoamerikanische Sängerin. Dabei ist Angeliki, wie sie mit vollem Vornamen heißt, selbst ein Star und Tochter eines Stars – die Musik wurde ihr mehr oder weniger in die Wiege gelegt.

Denn die 45-Jährige, die in Frankfurt das Licht der Welt erblickte und heute in Langen lebt, ist die Tochter von Ingrid und Costa Cordalis – dem griechischen Sänger, der sich mit seinem Hit „Anita“ ins musikalische Gedächtnis eingebrannt hat. Und sie ist die Schwägerin der „Katze“ Daniela Katzenberger. Ihr Bruder Lucas Cordalis ist mit ihr verheiratet.

Doch Kiki Cordalis stand nicht nur mit Madonna auf der Bühne, sondern auch mit Sängerin Cheryl Crow oder dem italienischen Schmusebarden Eros Ramazotti. Und sie sang für Stars wie Celine Dion, Chris Norman oder David Hasselhoff. Auch mit dem Produzenten Nosie Katzmann, der Hits wie „Mr. Vain“ oder „More and More“ schrieb, arbeitete Kiki Cordalis schon zusammen. Doch sie blieb stets im Hintergrund. „Ich habe mich lange Zeit besser gefühlt, wenn ich nicht im Vordergrund stand, sondern wenn ich Background sang“, so die Mutter zweier Kinder und Besitzerin zweier Hunde. Dass sie aber nach vorne gehört, das merkten viele in ihrem Bekanntenkreis und rieten ihr das auch immer wieder.

„Meine Stimme ist das Instrument, das mich dazu befähigt, die Liebe weiterzugeben, die ich in mir spüre, schon seitdem ich ein kleines Kind bin“, erklärt Kiki Cordalis. Die Geburt ihrer Zwillinge bedeutete dann eine Zäsur in ihrer Laufbahn. „Ich habe mich eine Zeit lang von der Bühne zurückgezogen, weil ich mich ausschließlich auf meine Babys konzentriert wollte“, betont sie.

Nach einigen Jahren Pause rief dann Papa Costa an und fragte sie, ob sie nicht Lust habe, hier und dort mit ihm aufzutreten. Sie hatte. „Und auch so viele andere haben sich gemeldet und gesagt, dass sie mich und meine Stimme vermissen“, erinnert sie sich. „Die Menschen und die Treffen mit ihnen, das alles hat mir gefehlt.“ Es kam, wie es kommen musste – sie stieg wieder auf die Bühne. Und mehr noch. Sie fand einen Produzenten, den DJ Kai Soffel, der einen Song für die Hochzeit ihres Bruders mit ihr aufnahm. Doch damit nicht genug: Er wollte unbedingt weiter mit ihr arbeiten. „Dies entspricht auch meinem Bedürfnis, wieder so vielen Menschen wie möglich meine Liebe zu geben.“ Nun arbeitet sie an einem Album mit komplett eigenen Songs, gemeinsam mit den Produzenten Rolf Elmer und Florian Malewski. Elmer ist nicht irgendein Produzent. Mit Künstlernamen heißt er Jam El Mar und ist unter anderem durch seine Zeit mit Markus Löffel als „Jam and Spoon“ bekannt.

Jüngst stand Kiki Cordalis mit ihren neuen Songs auf der Bühne des Traumtheaters „Salome“ in Frankfurt. „Ich bin eine viel gereiste Frau mit griechischen Wurzeln, deshalb können die Hörer jetzt schon gespannt sein, wie ich das in meiner neuen Musik verarbeiten werde“, gibt sie sich geheimnisvoll. „Es ist Pop, es ist deutsch, natürlich, es steckt ein bisschen Liedermacher mit drin – es sind tief gehende Songs“, versucht die Musikerin, die seit frühester Kindheit sehr spirituell ist, ihre Musik zu beschreiben.

„Wir haben noch keinen Veröffentlichungstermin fürs Album festgelegt“, sagt Kiki Cordalis. Was sie aber weiß und was ihr sehr am Herzen liegt, ist ein Auftritt, der am 24. Mai in Langen über die Bühne gehen soll. „Ich werde ein Benefizkonzert geben für den Förderverein einer Schule“, kündigt sie an, ohne schon Genaueres verraten zu wollen. Vielleicht sind dann ja auch Papa Cordalis und ihr Bruder mit von der Partie.

Früher dachte sie, sie müsse dem harten Musikgeschäft gerecht werden, blickt sie zurück. Doch sie ist gereift. „Ich mache es, weil ich weiß, dass es genau der richtige Zeitpunkt für mich ist.“

Von Enrico Sauda

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