Zweite Kinderwohnung in der Odenwaldstraße

Neue Wege in der Betreuung

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In der sogenannten Kinderwohnung wäre Platz für 20 Kinder unter drei Jahren.

Betreuungsplätze sind in Langen rar und begehrt. Neue Wege geht der Elternservice im Zentrum für Jung und Alt (ZenJA) und greift auf alternative Konzepte zur klassischen Tageseinrichtung zurück.

Langen – Eines davon ist die Anmietung sogenannter Kinderwohnungen (KiWo) – Räume, in denen Tagespflegepersonen Mädchen und Jungen außerhalb der eigenen vier Wände betreuen können. Geht es nach Magistrat und Elternservice, soll nun an der Odenwaldstraße eine weitere KiWo entstehen. Ein passendes Gebäude steht dort nach Angaben von Bürgermeister Frieder Gebhardt zur Verfügung.

In dem zweigeschossigen Haus mit angeschlossenem Ladengeschäft, Garage und Garten wäre Platz für 20 Kinder unter drei Jahren. Bislang wurde die Immobilie an der Ecke zum Sandweg gewerblich und als Wohnung genutzt. Mieter des Ensembles soll der Elternservice werden.

Wie genau der Alltag in der Kinderwohnung aussieht, bestimmen dann die Tagesmütter und -väter, die so ihr individuelles pädagogisches Konzept umsetzen können. Damit sie sich ganz auf die Betreuung konzentrieren können, ist angedacht, dass eine Hauswirtschaftskraft die Pflege von Haus, Hof und Garten übernimmt.

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Finanziert werden sollen Personal, Versicherungen, Verpflegung und andere laufende Kosten mithilfe städtischer Förderung. Etwa 130.000 Euro möchte der Magistrat dafür in den kommenden zwei Jahren beisteuern. Bei den Auslagen für Renovierung und Ausstattung hofft der Elternservice, zu dessen Lasten auch die Miete geht, auf Landesmittel. Den entsprechenden Förderantrag haben die Projektkoordinatoren in Wiesbaden bereits eingereicht.

Eine Kinderwohnung nach gleichem Modell betreibt der Elternservice seit 2017 erfolgreich an der Östlichen Ringstraße. Dort werden wochentags zehn U 3-Kinder in einem Wohnhaus betreut.

Stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem Antrag am Donnerstag, 11. April, zu, könnten die ersten Kinder noch vor dem Sommer an der Odenwaldstraße betreut werden. Zuvor beraten der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (21. März) sowie der Haupt- und Finanzausschuss (28. März) über das Vorhaben. (ble)

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