Erster Spatenstich

Neue Stadtmitte: Hier sollen ein Rewe und 54 Wohnungen entstehen

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Alles bereitet für den Baubeginn: Nach dem Abriss der maroden Häuser in der Bahnstraße 37-43 ist erst einmal deutlich geworden, wie groß das Gelände ist, auf dem nun ein Supermarkt und drei Häuser mit 54 Wohnungen entstehen.

Baubeginn nach langem Warten in Langen: Die alten maroden Häuser auf dem Areal Bahnstraße 37-43 sind verschwunden, jetzt beginnt die Gestaltung der Zukunft.

  • Startschuss für neue Stadtmitte in Langen
  • Rewe-Markt und 54 Wohnungen sollen entstehen
  • Bauprojekt zieht sich seit vielen Jahren

Langen – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat die Firma Salco – Gesellschaft für Projektentwicklung & Baumanagement den Startschuss für die Errichtung dreier Gebäude mit Wohnungen und Gewerbeflächen gegeben.

Neben Vertretern der Stadt als Gäste mit dabei: eine ranghohe Delegation von Rewe, angeführt von Jürgen Scheider, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rewe-Region Mitte. Der Konzern wird den Supermarkt, der 2022 eröffnet wird, betreiben.

Bürgermeister Frieder Gebhardt macht keinen Hehl daraus, dass er im Januar 2020 gerne etwas anderes gemacht hätte, als ein Grußwort zum Spatenstich zu halten: Viel lieber hätte er der Einweihung beigewohnt. Denn die Stadt beschäftigt sich bereits rund zehn Jahre mit dem Projekt, hatte seinerzeit schon die ersten Grundstücke aufgekauft mit dem Ziel, dort einen „Magnet“ zur Belebung der oberen Bahnstraße anzusiedeln. Doch Nachbarn speziell aus Garten- und Taunusstraße gingen gegen das Vorhaben (das damals von einem Dreieicher Projektentwickler und Partnern aus Baden-Württemberg betrieben wurde) auf die Barrikaden, schließlich landete es vor Gericht.

Langen: „Ein großer Glücksfall“ für die Stadt

Nach all den Verzögerungen und bei dieser Vorgeschichte sei es „ein großer Glücksfall“ für die Stadt, dass das Langener Unternehmen Salco sich dafür interessiert habe und das Projekt übernahm. „Es ist nicht einfach, jemand zu finden, der sagt: Ich bin mutig genug, das weiterzuverfolgen“, betont der Verwaltungschef. Und deshalb sei er froh, dass es nun losgehe.

Erste Spatenstecher: Erster Stadtrat Stefan Löbig, Vorstandsmitglied Wolfgang Zolper von der Sparkasse Langen-Seligenstadt, Jürgen Scheider, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rewe-Region Mitte, Salco-Geschäftsführer Rida Khalifé und Bürgermeister Frieder Gebhardt (von links) beim symbolischen Baubeginn.

„Wir sind sehr stolz darüber, heute mit einem sehr eindrucksvollen Projekt in der Langener Stadtmitte zu starten“, erklärt Salco-Geschäftsführer Rida Khalifé: „Bedingt durch die einzigartige Lage im Herzen der Stadt und durch die Größe dieses Projektes entstand bei uns das Bedürfnis, etwas Besonderes zu realisieren.“ Nun beginne die Umsetzung einer Vision, die durch ihre soziale, ökologische, moderne und zukunftsorientierte Ausrichtung eine zeitgemäße Stadtmitte ermögliche.

Entstehen werden im „SALCO Stadtquartier“ insgesamt 54 Wohnungen, der Rewe-Markt, eine weitere Gewerbefläche sowie die zugehörigen Stellplätze. Allein 50 davon sind in der Tiefgarage für Kunden des Supermarktes reserviert, wie Jürgen Scheider berichtet. Die Verkaufsfläche wird bei 1050 Quadratmetern liegen, das Sortiment Lebensmittel, Getränke, Haushaltswaren, Drogerieartikel und weitere Dinge für den täglichen Bedarf umfassen. Im Eingangsbereich ist ein Backshop samt Bistro vorgesehen. Als Bauzeit wird mit zwei Jahren geplant.

Auch wenn sich das Projekt lange hingezogen habe, werde der Markt technisch auf dem neuesten Stand sein, berichtet Tarik Mattausch, Expansionsmanager in der Rewe-Region Mitte. In dem „Green Building“ werden die Tiefkühl- und Frischeabteilungen mit energieeffizienter Technik ausgestattet. Beheizt werde der Markt ausschließlich durch die Wärmerückgewinnung aus den Kühlmöbeln. Ein energiesparendes LED-Beleuchtungskonzept und der Einsatz von Ökostrom sollen das ressourcenschonende Konzept abrunden.

Langen: Neuer Rewe-Markt auf dem neuesten Stand der Technik

„Wir können damit eine Nahversorgungslücke schließen“, betont Mattausch. „Wenn der Markt fertig ist, bringt er nur Vorteile für die benachbarte Bevölkerung.“

Auswirkungen auf den Betrieb der anderen Rewe-Standorte in der Stadt werde der neue Markt laut Jürgen Scheider nicht haben. Auch der naheliegende, von einem selbstständigen Kaufmann betriebene Nahkauf solle an dieser Stelle bleiben, er habe eine andere Zielgruppe. „Aber natürlich werden wir das beobachten.“

VON MARKUS SCHAIBLE

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