Werbeaktion

Citymarketing-Initiative mit der Kampagne: Langen „internäschenel“

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Osterfrühstück „internäschenel“: Bei der Vorstellung der neuen Werbeaktion der Citymarketing-Initiative durften die Sushi-Eier natürlich nicht fehlen. Foto: Schaible

Mit Humor Kunden in die Innenstadt locken – diesen Ansatz verfolgt die Citymarketing-Initiative mit der Kampagne „So nah. So gut. So Langen“ schon länger. Zu Ostern dreht sich alles wieder ums Ei. Und um Spaghetti, Sushi und Handkäs".

Langen – Das Handkäs’-Ei hat Verstärkung bekommen: In diesem Jahr wirbt die Citymarketing-Initiative zur Osterzeit nicht nur mit der hessischen Variante, sondern auch mit Spaghetti- und Sushi-Ei. Der passende Slogan dazu: „Ostern internäschenel in Langen“.

„Werbung, die witzig ist, funktioniert. Die Menschen wollen einfach etwas zum Lachen haben“, sagt Renate Knapp, Strategieberaterin und eine der treibenden Kräfte bei der Citymarketing-Initiative. Denn die Kampagne, die wie immer unter dem bewährten Motto „So nah. So gut. So Langen.“ läuft, hat einen durchaus ernsten Hintergrund: „40 Prozent der Deutschen sagen, dass der Einkauf im Laden für sie nichts weiter ist als eine lästige Pflicht“, zitiert sie aus einer Umfrage aus dem Jahr 2017. „Folge: Die Menschen verlagern die reinen Versorgungseinkäufe ins Internet.“

Als Antwort darauf müsse der stationäre Handel sich immer weiter in Richtung Entertainment verändern. Die Kunden würden in der Innenstadt und im Laden „Genussshopping“ erwarten, weiß Renate Knapp. Dazu würden die Zukunftsforscher auch touristische Anziehungspunkte zählen – mit denen Langen im Bereich der Einkaufsmeile allerdings nicht dienen könne. „Was wir jedoch bieten können, ist der Klang unserer Region, verbunden mit einem authentischen lokalen Witz.“

Für diesen Witz sorgten bei der Osterkampagne 2018 Handkäs’-, Ebbelwoi- und Bembel-Ei. Und davon sind die Händler und Gastronomen noch immer schwer begeistert. „Das hat wirklich wie eine Bombe eingeschlagen“, war die einhellige Meinung in dem Citymarketing-Workshop, in dem die diesjährige Kampagne geplant wurde. Etwa 30 bis 35 Aktive sind bei diesen Treffen immer dabei; insgesamt umfasst die Initiative, in der sich örtliche Händler, Banken, Gastronomen, Handwerker, Kirchen, Verkehrs- und Verschönerungsverein, Gewerbeverein, Stadtwerke und Stadt zusammengeschlossen haben, rund 140 Teilnehmer.

Mehrere, durchaus unterschiedliche Ansätze habe es gegeben, berichtet Grafik-Designer Frederik Janik, kreativer Kopf der Citymarketing-Initiative. Letztlich setzte sich aber die Meinung durch: Was so gut ist, kann auch bleiben – wenngleich in modifizierter Form. Und so hat die Initiative bei ihrem schöpferischen Prozess zwei Partnereier aus der kulinarischen Ecke gelegt.

Janik stellten die neuen Eier-Ideen allerdings vor große Herausforderungen, galt es doch, die Motive lebensmittelecht „nachzubauen“. Schon beim Handkäs’-Ei war es eine Herausforderung der besonderen Art, die Rohmilchmasse zurechtzuschnitzen und mit der Musik zu garnieren. „Für die italienische Variante dachte ich: Ein Pizza-Ei ist bestimmt schwieriger als ein Spaghetti-Ei.“ Aber auch dafür musste der Kreativchef reichlich handwerkliches Geschick an den Tag legen: Die gekochten Nudeln erhielten erst mit Hilfe von Stäbchen und Kabelbindern den nötigen Halt. Schließlich kam noch ein Klecks Tomatensoße obendrauf. Bei der südostasiatischen Variante war allerdings Hilfe von außerhalb erforderlich. Das Ei aus Klebereis samt Seetang-Einfassung wurde in einem Sushi-Restaurant kreiert. Mit Fischrogen veredelt, war das Gebilde reif fürs Fotoshooting. Das übernahm wieder der Langener Fotograf Olaf Hermann, der die Eier gekonnt in Szene setzte.

Der passende Slogan für das Dreierlei lautet: „Ostern internäschenel in Langen“, überschrieben mit „Ei Gude!“. Mit der Spaghetti- und der Sushi-Variante soll – so die Intention der Initiatoren – deutlich werden, dass Langen eine Stadt für alle Menschen ist und inmitten des Rhein-Main-Gebiets geprägt von der Vielfalt der Nationen, die sich natürlich auch in der Küche widerspiegelt.

„Mit Lokalkolorit, Herzlichkeit und Humor wollen wir das zum Ausdruck bringen, was Langen und seine Geschäftswelt auszeichnet“, betont Kolbe, städtischer Fachbereichsleiter und für die Wirtschaftsförderung zuständig. Und das seien der persönliche Kontakt der Kunden mit den Ladeninhabern und die kompetente Beratung. Die Langener Innenstadt biete alles, was zum täglichen Leben gebraucht werde. Allerdings dürfe es keinen Stillstand geben im Bemühen, für das Einkaufen in Langen die Werbetrommel zu rühren.

Infos im Internet

langen.de

gewerbeverein-langen.de

VON MARKUS SCHAIBLE

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