Wählen gehen kann anstecken

Jugendforum schließt sich Initiative zur Steigerung der Wahlbeteiligung an

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Es ist ihre Zukunft: Das Jugendforum – hier in Person von Leonie Borst, gemeinsam mit Steffen Held (links) und Rainer Bicknase – unterstützt die Initiative WählenGehen zur Bürgermeisterwahl.

Die meisten Mitglieder des Jugendforums dürfen – weil noch nicht volljährig – bei der Bürgermeisterwahl noch gar nicht ihre Stimme abgeben. Dennoch ist es dem engagierten Nachwuchs wichtig, dass der neue Verwaltungschef von möglichst vielen Bürgern gewählt wird.

Langen – Deshalb schließt sich das Jugendforum der Initiative WählenGehen an – und haucht dieser neue Energie ein.

Nach drei Wahlen, in denen sich die vier Partner der Initiative (Evangelische Kirchengemeinde, Katholische Pfarrei St. Jakobus, Gewerbeverein, Deutscher Gewerkschaftsbund) für eine Steigerung der Wahlbeteiligung stark gemacht haben, sei ein bisschen die Luft rausgewesen, gibt Rainer Bicknase (DGB) zu. Doch dann sei das Jugendforum auf sie zugekommen. Das war der Auslöser, den es gebraucht habe, um auch zur Bürgermeisterwahl wieder tätig zu werden.

„Wir haben uns einstimmig für eine Teilnahme an dieser Initiative ausgesprochen“, berichtet Leonie Borst vom Jugendforum. Helfen werden die Jugendlichen unter anderem beim Aufhängen der Plakate. „Wir können zwar selbst noch nicht wählen, aber wir wollen andere motivieren“, so Borst.

Gegründet wurde die Initiative WählenGehen 2017 zur Bundestagswahl vor dem Hintergrund, dass die Wahlbeteiligung in Langen immer etwas niedriger sei im Durchschnitt. Über Öffentlichkeitsarbeit und Plakate soll sich dies ändern – und bei Bundestags-, Landtags- und Europawahl sei Langen auch schon etwas an den jeweiligen Durchschnitt herangerückt, sagt Bicknase.

Dieses Mal geht es direkt um das Geschehen vor Ort. „Das Ergebnis einer demokratischen Wahl ist umso aussagekräftiger, je mehr Personen sich daran beteiligen. Je mehr angekreuzte, gültige Stimmzettel in den Wahlurnen liegen, umso deutlicher ist erkennbar, was die Gesamtheit der Bürgerschaft für die nächsten Jahre will oder nicht will“, rufen Leonie Borst, Rainer Bicknase, die Pfarrer Steffen Held und Ulrich Neff sowie Ulrich Krippner (Gewerbeverein) stellvertretend für die Institutionen in Erinnerung.

Zudem werben sie dafür, dass sich die Bürger vorab umfassend informieren: „Allen Bürgern werden die gleichen Möglichkeiten gegeben: persönliche Gespräche, Info-Stände, Hauswurfsendungen, Zeitungsberichte, Anzeigen, Informationen in den elektronischen Medien und eine zentrale Diskussionsveranstaltung in der Stadthalle.“

Die Initiatoren hoffen, dass sie wieder auf die Hilfe von Vereinen, Unternehmen, Einzelhändlern und möglichst vielen Einzelpersonen setzen können. „Eine Erkenntnis aus zahlreichen Wahlforschungen ist es, dass dort, wo in der Nachbarschaft viele Menschen zur Wahl gehen, auch zunächst unentschlossene Personen eher ihre Stimme abgeben als in Gebieten mit erkennbar niedriger Wahlbeteiligung“, sagt Bicknase: „Wählen gehen kann anstecken!“ Deshalb sei es gut, wenn möglichst viele Leute das Plakat „Ich gehe wählen! Und du?“ aufhängen und Flagge zeigen.

Zu sehen sind diese durch die Unterstützung der Stadtwerke in den Stadtbussen. Auch die in Langen tätigen Wohnungsbaugesellschaften haben bereits signalisiert, wieder mit dabei zu sein.

VON MARKUS SCHAIBLE

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