Kiesabbau am Waldsee

Thema im Landtagsausschuss: Viele Fragen zum Kiesabbau in Langen

Mit dem Kiesabbau am Waldsee und ganz speziell der Rekultivierung von Abbauflächen durch die Firma Sehring hat sich jetzt der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des hessischen Landtags befasst.

Langen/Wiesbaden – Dazu hatte die Fraktion der Partei Die Linke einen Fragenkatalog vorgelegt, der von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) beantwortet wurde. Allerdings nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Kiesabbaugegner, wie Matthias Rohrbach vom „Aktionsbündnis Langener Bannwald“, der die Sitzung verfolgte, berichtet. Speziell Nachfragen, die sich aus den Antworten ergeben hätten, seien nicht zur Zufriedenheit der Initiatoren beantwortet worden. Deshalb werde nun in einer weiteren Sitzung über das Thema gesprochen.

Torsten Felstehausen, Parlamentarischer Geschäftsführer sowie umwelt- und verbraucherpolitischer Sprecher der Linken, erklärte nach der Sitzung: „Bis die Frage geklärt ist, ob und in welcher Qualität auf den Flächen des Kiesabbaus jemals wieder Wald wachsen wird, muss es ein Rodungsmoratorium geben. Der Kiesabbau findet im besonders geschützten Bannwald statt. Die Wiederaufforstung der Abbauflächen ist daher im Planfeststellungsbeschluss von 2013 eine der Bedingungen für die Genehmigung durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Umweltministerin Priska Hinz, die die Fachaufsicht über die Genehmigungsverfahren hat, ist aufgefordert, das RP entsprechend anzuweisen.“

Die Ministerin könne nicht mit Sicherheit sagen, ob auf allen Flächen des Kiesabbaus jemals wieder Wald wachsen werde, so Felstehausen. Nicht zuletzt der Klimawandel mit Trockenperioden, Stürmen und Borkenkäferkalamitäten mache dies unsicher. „Eine Waldfläche nach der anderen wird im Bannwald für den Kiesabbau gerodet – das ist nicht länger hinnehmbar“, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer.

ble

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