Stadt will Beiträge ab 2021 um zehn Prozent erhöhen

Kinderbetreuung in Langen soll teurer werden

Betreuung in Langen: Eltern kritisieren, dass viele Kinder im Anschluss an die Krippe keinen Kita Platz bekommen. (Symbolbild)
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Betreuung in Langen: Eltern müssen künftig mehr für einen Kita-Platz zahlen, wenn die Stadtverordneten dem zustimmen. (Symbolbild)

Die Kosten, die die Stadt Langen für Kinderbetreuung aufwendet, steigen. Deshalb sollen ab 2021 auch die Beiträge angehoben werden. Elternvertreter stimmen dem Konzept des Magistrats nicht vollkommen zu.

Rund 16,3 Millionen Euro hat die Stadt Langen 2019 für die Kinderbetreuung ausgegeben. Der allergrößte Teil wurde aus dem städtischen Haushalt beglichen. Der Anteil, den die Eltern über Kostenbeiträge getragen haben, lag im vergangenen Jahr bei rund 9,5 Prozent.

Doch da die Aufwendungen – unter anderem durch Tariferhöhungen – jährlich steigen, will der Magistrat nun auch die Kostenbeiträge für die Eltern erhöhen. Er schlägt vor, den Kostenbeitrag zum 1. Januar 2021 um zehn Prozent anzuheben. Zudem soll der Betreuungsbeitrag danach jährlich um jeweils drei Prozent steigen. Die Stadtverordnetenversammlung muss dem Vorschlag noch zustimmen.

Kosten für Personal sind laut Stadt Hauptgrund

„In den vergangenen Jahren gab es Tarifsteigerungen von mehr als sieben Prozent. Die gesamten Personalaufwendungen stiegen in den vergangenen zwei Jahren um über elf Prozent“, rechnet Erster Stadtrat Stefan Löbig, zuständiger Dezernent für die Kinderbetreuung, vor. Um den städtischen Anteil an den Gesamtkosten nicht weiter steigen zu lassen, sei nun eine Kostenbeitragserhöhung leider unumgänglich.

Danach strebt der Magistrat eine jährliche moderate Steigerung an, mit der weitere Tariferhöhungen sowie die Inflation abgedeckt werden sollen. Zudem vermeide man so zukünftig, dass die Kostenbeiträge – wie jetzt für den Jahreswechsel angestrebt – auf einen Schlag deutlich erhöht werden müssen. Die zehnprozentige Erhöhung der Betreuungsgebühren wird nach Berechnungen der Verwaltung im kommenden Jahr zu gut 160 000 Euro mehr auf der Ertragsseite der Stadt führen. Zum Vergleich betont Bürgermeister Jan Werner: „Um diesen Betrag über die Grundsteuer zu erzielen, müsste diese um zehn Prozentpunkte angehoben werden.“

Gesamtelternbeirat befürwortet nur einmalige Anhebung

Im Vorfeld wurde auch der Gesamtelternbeirat in die Diskussion einbezogen. Dieser schließt sich dem Vorschlag allerdings nicht an: Die Vertreter der Elternschaft sprechen sich mehrheitlich lediglich für eine einmalige Anhebung der Gebühren um zehn Prozent zum 1. Januar 2021 aus.  

Mit der Änderung der Kostensatzung für die Kinderbetreuung befassen sich der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport am morgigen Donnerstag, 20. August, sowie der Haupt- und Finanzausschuss (Donnerstag, 27.). Zur Beschlussfassung steht das Thema am Donnerstag, 10. September, auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. jrd

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