Buchkindergarten

Langen: Kita am Leukertsweg für Leseförderung ausgezeichnet

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Lesen macht Spaß! Das lernen die Jungen und Mädchen der Kita Unterm Regenbogen schon von klein auf. Sie ziehen sich deshalb auch zwischendurch gern mal zum Schmökern und Bilderbuchgucken zurück.  

Mehr als 1 000 Bücher gibt es in der Kita Unterm Regenbogen – viele auch in anderen Sprachen. Die Kinder nennen den kleinen Bücherraum das „Lese-Maus-Haus“.  

Langen - Kein Wunder: Tägliches Vorlesen – und Leseförderung – gehört am Leukertsweg zum pädagogischen Konzept. Dafür wurde die Einrichtung jetzt vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem Deutschen Bibliotheksverband mit dem Gütesiegel „Buchkindergarten“ ausgezeichnet.

Die Langener Kita ist eine von 208 in ganz Deutschland, die das Siegel „Buchkindergarten“ für ihren besonderen Einsatz bei der Leseförderung erhalten. Insgesamt 820 Einrichtungen hatten sich bundesweit beworben. Mit beispielhaften Projekten habe die Kita Unterm Regenbogen Leseförderung umgesetzt und Kindern Freude an Sprache, Büchern und Geschichten vermittelt, heißt es im Urteil der Jury.

„Bücher sind für uns eines der wichtigsten Medien zur Sprachförderung“, sagt Kita-Leiterin Andrea Hommerová-Hendrich. Vorgelesen wird deshalb auch im Morgenkreis der vier Kita-Gruppen oder zwischendurch, wenn es mal etwas ruhiger zugehen darf. Da sitzen die Mädchen und Jungen dann ganz still im Bücherraum und lauschen mit weit geöffneten Augen und offenen Mündern beispielsweise der Geschichte vom kleinen Drachen Kokosnuss, der mit seinen Freunden spannende Abenteuer erlebt.

Zusätzlich kommt einmal im Monat die ehrenamtliche Lese-Oma zu Besuch und verbringt einen Nachmittag mit den Kindern. Begleitet wird die Geschichtenzeit oft durch kreative Aufgaben wie Bastelaktionen, Rollenspiele oder Experimente.

Dadurch animieren die Erzieher die Kinder dazu, auch nach dem Vorlesen über das Gehörte zu sprechen und so spielerisch ihren Wortschatz zu erweitern. Zudem können die Drei- bis Sechsjährigen die Titel sogar mit nach Hause nehmen. Dafür besitzen die Kinder eigene Leihausweise und Baumwolltaschen, in denen die papiernen Schätze transportiert werden. Wer möchte, kann auch direkt vor Ort schmökern. Dafür stehen gemütliche Sofas mit bunten Kissen zwischen den Bücherregalen.

Bis der Raum so aussah wie heute, hat es aber einige Zeit gedauert. „Der Aufbau unserer Kinderbücherei verlief kontinuierlich über 20 Jahre. Sie wird ständig ausgebaut, da sich die Vorlieben der Kinder ändern und weiterentwickeln“, berichtet Hommerová-Hendrich. Zudem pflegt die Einrichtung einen sehr guten Kontakt zur Langener Stadtbücherei: Regelmäßig sind kleine Leseratten aus dem Leukertsweg zu Gast beim Bilderbuchkino an der Südlichen Ringstraße und schon die Vorschulkinder erhalten ihre eigenen Ausweise für die große Bibliothek. Auch die Hortgruppe besucht die Stadtbücherei regelmäßig zu Vorlesestunden und Rate-Krimis.

Bürgermeister Frieder Gebhardt begrüßt die Auszeichnung mit dem Siegel und gratuliert dem Kita-Team zu der vorbildlichen Umsetzung ihres Konzeptes. „Vorlesen ist ein wichtiger Baustein bei der frühkindlichen Sprachförderung und das Lesen eröffnet Kindern den Zugang zu allen weiteren Bildungsangeboten“, sagt der Rathaus-Chef. Deshalb habe diese Aufgabe einen hohen Stellenwert im pädagogischen Leitbild der Kinderbetreuung.

Ins Leben gerufen wurde das Gütesiegel „Buchkindergarten“ durch die Interessengruppe Leseförderung des Börsenvereins. Schirmherr ist der Kinderbuchautor und Illustrator Paul Maar.  

jrd

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