SPD-Treffen mit Stadtwerken

Seit Fahrplanwechsel: Beschwerden über Probleme beim Umsteigen in Langen

In Langen gibt es seit dem Fahrplanwechsel Beschwerden von den Gästen. (Symbolbild)
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In Langen gibt es seit dem Fahrplanwechsel Beschwerden von den Gästen. (Symbolbild)

Unerwartete Aktualität für ein lange vereinbartes Gespräch: Die SPD-Fraktion traf sich mit Vertretern der Stadtwerke als Betreiber der innerstädtischen Buslinien.

Langen - Wie unsere Zeitung mehrfach berichtete, gibt es Klagen von Fahrgästen über Umsteigeprobleme und lange Wartezeiten seit dem letzten Fahrplanwechsel. Die Fraktionsmitglieder, begleitet von Bürgermeisterkandidatin Angela Kasikci, wollten wissen, wie die Stadtwerke auf das Beschwerdepaket reagieren werden und welche finanziellen Auswirkungen dies haben werde.

Die SPD war laut Fraktionsvorsitzender Margrit Jansen „erfreut zu hören“, dass Leistungsanpassungen vorgenommen werden sollen. „Allerdings noch nicht zum nächsten Fahrplanwechsel. Dafür ist die Zeit zu kurz“, habe Stadtwerkedirektor Manfred Pusdrowski erläutert. „Wir planen Anpassungen für die Zeit nach den Osterferien 2020.“ Vorher, im Januar und Februar, wolle das Versorgungsunternehmen in einen intensiven Dialog mit den Nutzern treten.

Langen: Stadtwerke beteiligen Fahrgäste zukünftig mehr

„Es ist aus meiner Sicht eine absolut positive Entwicklung, dass die Stadtwerke die Fahrgäste bei zukünftigen Änderungen der Streckenführungen und der Busfahrpläne verstärkt beteiligen werden“, erklärt Angela Kasikci. „Diese Beteiligungen mögen zwar für die Planer anstrengend sein, sie vermeiden aber Fehler und sorgen schließlich für mehr Zufriedenheit bei den Nutzern.“

Zu den Anpassungen sollen laut Stadtwerken gehören, dass die Linie OF-72 ab April wieder durch die Bahnstraße fährt, die Angebotslücke im Nordend durch eine neue Linie OF-74 geschlossen wird, Schwimmbad und Dieburger Straße wieder angebunden werden und die Linie OF-75 unverändert erhalten bleibt.

Langen: Anpassungen führen zu höheren Kosten

Diese Maßnahmen zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit stießen bei den SPD-Stadtverordneten auf ungeteilte Zustimmung. Allerdings, so erfuhren sie, habe das auch einen Preis. „Die Anpassungen verursachen eine Erhöhung der Kosten um etwa 4,5 Prozent,“ so Alex Müller vom Planungsbüro IGDB, das die Stadtwerke berät. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rainer Bicknase: „Wenn man den ÖPNV fördern will, wird man einen Anteil öffentlicher Finanzierung sicherstellen müssen und das hat eine direkte Auswirkung auf den städtischen Haushalt.“ Das sei aber gut angelegtes Geld. Für die SPD habe die Bereitstellung eines gut funktionierenden innerstädtischen Busverkehrs eine große Bedeutung.

ble

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