Wallschule überzeugt bei Wettbewerb

Beim Spielen lernen

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Gemeinsam mit Lehrerin Susanne Thierolf entdecken diese Jungs der Wallschule das Angebot im neuen Spielezimmer.

Langen -   Spielen macht schlau: Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich die Wallschule am bundesweiten Wettbewerb der Initiative „Spielen macht Schule“ beteiligt – und gewonnen: Die Grundschule freut sich über die Einrichtung für ein Spielezimmer, das gestern eingeweiht wurde.

Im Kindergarten wird gespielt, in der Schule gelernt – diese Trennung gibt es schon lange nicht mehr. Im Gegenteil: „Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, weiß Professor Manfred Spitzer, Leiter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm. Gemeinsam mit der Initiative „Spielen macht Schule“ fördert das ZNL das klassische Spielen an Schulen.

Dazu veranstaltet die Initiative seit 2007 jährlich einen von den 16 Kultusministerien unterstützten bundesweiten Wettbewerb. An diesem hat sich die Wallschule 2017 beteiligt und ein pädagogisches Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer vorgestellt hat. Dieses sei von der Jury als „originell und durchdacht“ gewürdigt worden, freut sich Marion Wagner, Rektorin der Grundschule in der Altstadt.

Somit gehört die Wallschule, in der rund 150 Schüler in je zwei Klassen pro Jahrgang lernen, zu den 201 Gewinnern aus allen Bundesländern, die Ende vergangenen Jahres ausgewählt wurden. Sie hat eine komplette Spieleausstattung gewonnen, die von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie zur Verfügung gestellt wurde.

Bilder: Einschulung 2017 in Langen und Egelsbach

Mittlerweile ist das Spielzimmer eingerichtet; gestern wurde es von den Kindern in Besitz genommen. „Das Angebot wird sowohl unterrichtlich als auch durch die Betreuung oder für Klassenfeste genutzt“, erklärt Wagner. „Ebenso bietet es nun die Möglichkeit, verregnete Pausen besonders gestalten zu können. Dabei werden soziale und emotionale Kompetenzen spielerisch erweitert. Darüber hinaus werden Basiskompetenzen – zum Beispiel Wahrnehmung, Raum-Lage-Beziehungen, sprachliche Fähigkeiten sowie strategisches Denken – gefordert und gefördert.“ (ble)

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