76 Personen infiziert

Großer Corona-Ausbruch in Pflegeheim – Bundeswehr hilft

Ein Soldat hilft einer Bewohnerin eines Pflegeheims Platz zu nehmen.
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Die Bundeswehr hilft aus: In einem Langener Pflegeheim hat es einen größeren Coronavirus-Ausbruch gegeben.

Die Zahl der Bewohner in Pflegeheimen, die sich mit Corona anstecken, steigt – auch im Kreis Offenbach. Aktuell am stärksten betroffen ist eine Einrichtung in Langen.

Langen – Am Mittwoch waren dort rund 80 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Mittlerweile sei die Fallzahl zurückgegangen, teilt Einrichtungsleiterin Susanne Kemmerer auf Nachfrage unserer Zeitung mit: „Aktuell sind 52 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv getestet worden. Wir freuen uns, dass fünf Bewohner und zehn Kollegen wieder genesen sind.“ Aktuell leben 106 Bewohner im Pflegeheim an der Darmstädter Straße, das knapp 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Corona-Ausbruch in Pflegeheim in Langen: Unkarer Weg des Virus

Den infizierten Bewohnern geht es aber gut, sagt Kemmerer. „Aufgrund der dynamischen Entwicklung sind wir dazu übergegangen, engmaschig die Vitalwerte der positiv getesteten Bewohner zu ermitteln.“ Die Lage sei durch den guten Allgemeinzustand der Senioren glücklicherweise noch nicht kritisch.

Auf welchem Weg das Coronavirus ins Heim gelangt ist, sei unklar. „Da wir vor und an Weihnachten bis einschließlich Neujahr Besuche von Angehörigen empfangen haben, lässt sich das leider nicht ausmachen“, sagt Kemmerer. Bereits seit Anfang November habe der Ahornhof PoC-Tests (Antigen-Schnelltests) bei Mitarbeitern und Besuchern vorgenommen.

Im Langener Pflegeheim Ahornhof hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben (Symbolbild).

Corona in Langen: Bundeswehr-Soldaten helfen in Pflegeheim aus

Generell arbeite das Pflegeheim nach Kemmerers Worten sehr eng und vertrauensvoll mit den Behörden zusammen. Durch die explosive Entwicklung der Infektionen nach der ersten Massentestung habe das Gesundheitsamt eine räumliche Trennung der einzelnen Wohnbereiche angeordnet. „Es war zwar ein größerer logistischer Aufwand, jedoch hatten wir tatkräftige Unterstützung durch zunächst fünf Soldaten der Bundeswehr. Im Nachgang hat uns der Krisenstab des Kreises fünf weitere Soldaten zugeordnet. Seit letzter Woche arbeiten die jungen Männer im Betreuungsdienst“, sagt Kemmerer. Das vom Gesundheitsamt angeordnete Besuchsverbot bleibe zunächst bestehen.

Auch die Corona-Schutzimpfung ist im Ahornhof bereits angelaufen. Ein mobiles Impfteam des Kreises hat vor gut einem Monat 82 Prozent aller Bewohner mit der ersten Impfdosis versorgt. Die zweite Impfung erfolgte dann Ende Januar. „Aufgrund der hohen Anzahl an positiven Testergebnissen lag die Beteiligung dabei nur noch bei knapp der Hälfte aller Bewohner“, sagt Kemmerer. (Julia Radgen)

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