Kriminalstatistik

Sicheres Pflaster: Weniger Verbrechen in Langen

Die Zahl der Verbrechen in Langen sinkt, die Aufklärungsrate steigt - das sagt die neue Kriminalstatistik.

Langen – Die Corona-Krise lässt die Zahl der Verbrechen, speziell der Einbrüche, derzeit drastisch sinken. Aber nicht nur das: Bereits im vergangenen Jahr 2019 wurden in Langen weniger Straftaten verübt als in den Vorjahren. Zugleich konnten vergleichsweise viele Diebe, Betrüger und nicht zuletzt Schwerverbrecher durch die Polizeiarbeit vor Ort dem Richter vorgeführt werden. Das belegt jetzt die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen, zu dem der Kreis Offenbach und damit die Stadt Langen gehört.

Insgesamt 1 535 Delikte mussten die Ordnungshüter verfolgen. Zwölf Monate zuvor waren es noch 1 730. 64,6 Prozent aller kriminellen Handlungen konnten aufgeklärt werden und damit mehr als 2018 (62,5 Prozent). Über drei Viertel aller Fälle (80,8 Prozent) gingen auf das Konto von Erwachsenen und 10,4 Prozent auf das von jungen Männern und Frauen zwischen 18 und 21 Jahren. Jugendliche (14 bis 18 Jahre) und Kinder unter 14 hatten 8,9 Prozent der Straftaten auf dem Kerbholz.

Die meisten Vergehen in der Sterzbachstadt fielen in die Kategorie Diebstahl. 223-mal mussten die Beamten wegen der „Aneignung fremder Sachen“ (2018: 315) ermitteln – in 272 Fällen sogar unter „erschwerenden Umständen“ (2018: 300). Dazu zählen Wohnungseinbrüche (2019: 54, 2018: 46) oder Diebstahl von Gegenständen aus Kraftfahrzeugen (24 Delikte) und Diensträumen (15). Wegen Ladendiebstahls wurden 39 Langfinger angezeigt (2018: 76) und es wurden 134 Fahrräder geklaut (2018: 144). Von diesen gelangten immerhin 88 wieder in die Hände ihrer Besitzer zurück.

Außerdem kamen die Beamten mit Dienstsitz im Rathausgebäude 306 Personen wegen Betrugs auf die Schliche – gemeldet wurden 354 Fälle (2018: 314). Die Aufklärungsquote lag dabei immerhin bei rund 86,4 Prozent. Wegen Körperverletzung war die Polizei 133-mal im Einsatz (2018: 146). Die meisten Tatverdächtigen (95 Prozent) wurden gefasst.

Mit Rauschgiftdelikten hatten es die Schutzleute 103-mal zu tun (2018: 198). In 95 Prozent der Fälle wurden die Täter ermittelt. Nahezu gleichgeblieben sind Sachbeschädigungen an Fahrzeugen (rund 100). Die Zahl der Straftaten gegen die „sexuelle Selbstbestimmung“ – dazu gehören zum Beispiel Belästigung und Nötigung – stieg geringfügig von 18 auf 20 Fälle.

Die Ermittlungen zu schweren Gewalttaten (Mord, Totschlag sowie entsprechende Versuche) in Langen hat die Polizei im vergangenen Jahr in vier Fällen abgeschlossen, zwei mehr als 2018. Alle Täter wurden gefasst.

Detlef Krüger, stellvertretender Dienststellenleiter vor Ort, sieht den Rückgang der registrierten Straftaten überaus positiv. „Das spornt uns weiter an und wir werden auch künftig Kontrollen durchführen und starke Präsenz zeigen, um den Langenern und ihren Gästen größtmögliche Sicherheit zu bieten.“ Bürgermeister Frieder Gebhardt lobt die Erfolge der Polizei: „Das sind erfreuliche Nachrichten für unsere Stadt und ein Beleg für die hervorragende Präventions- und Ermittlungsarbeit der Langener Ordnungshüter.“ Die Sicherheit sei ein enorm wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Bürger. Besonders beachtlich findet Gebhardt die Aufklärungsquote und die sinkende Zahl der Straftaten im Hinblick auf das derzeitige Bevölkerungswachstum in der Kommune. „Es leben mehr Menschen in unserer Stadt, aber es gibt immer weniger Straftaten – das zeigt die Qualität des Einsatzes unserer lokalen Polizei“, fasst er zusammen.  

Die gesamte Statistik findet sich als PDF-Datei auf der Internetseite des Polizeipräsidiums Südosthessen.

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