Pandemie

Lichtburg-Kino Langen öffnet wieder

Noch sind die Kino-Türen verschlossen: Ab Mittwoch, 26. August, sollen aber endlich wieder Filme über die Leinwände der Lichtburg flimmern. Den Auftakt macht der Agententhriller „Tenet“.
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Noch sind die Kino-Türen verschlossen: Ab Mittwoch, 26. August, sollen aber endlich wieder Filme über die Leinwände der Lichtburg flimmern. Den Auftakt macht der Agententhriller „Tenet“.

Die Begeisterung ist Stefan Burger anzuhören. „Sie können sich vorstellen, wie sehr ich mich freue“, betont der Frankfurter, der seit Ende des vergangenen Jahres das Lichtburg-Kino in der Bahnstraße betreibt.

Langen – Im Dezember hatte er den durchaus erfolgreichen Neustart das Traditionshauses moderiert, im März funkte ihm Corona dazwischen. Nun, nach mehr als fünf Monaten Zwangspause, steht endlich der Termin für die Rückkehr: Am Mittwoch, 26. August, öffnet die Lichtburg wieder ihre Türen. Theoretisch hätte Burger schon ab dem 15. Mai wieder Kinobesucher empfangen können, doch ihm fehlten die Filme. Nachdem die Starttermine zahlreicher Blockbuster aufgrund der Pandemie immer weiter nach hinten verschoben wurden, läuft nun ein Film an, auf den die gesamte Branche große Hoffnungen setzt: „Tenet“, das neueste Werk von Star-Regisseur Christopher Nolan („Inception“, „The Dark Knight“), feiert am Mittwoch Weltpremiere. Der mit Spannung erwartete Agenten-Thriller, dessen Start ebenfalls mehrfach verlegt wurde, wird am ersten Tag gleich viermal in der Lichtburg zu sehen sein: um 17, 19, 19.30 und 20.05 Uhr.

„Nolan ist ein großer Kinofan, er weigert sich, für Streamingdienste zu drehen“, erklärt Burger. Ein anderer Film, auf den er ebenfalls große Stücke gesetzt hatte, wird nun nämlich gar nicht über die Leinwand flimmern: Die ebenfalls oft verschobene Realverfilmung von Disneys „Mulan“ wird nun exklusiv beim Streamingdienst „Disney+“ zu sehen sein. Dennoch hat Burger für die Eröffnungswoche ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt: Neben „Tenet“ laufen die Biografie „Judy“ (mit der oscarprämierten Renée Zellweger in der Hauptrolle), die deutsche Komödie „Nightlife“ (mit Elyas M’Barek und Palina Rojinski) sowie die beiden Buchverfilmungen „Max und die wilde 7“ und „Meine Freundin Conni“.

Um das Infektionsrisiko beim Kinobesuch möglichst gering zu halten, hat das Lichtburg-Team in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept erarbeitet. Wesentlicher Bestandteil ist eine Anpassung im Kassensystem: Bei jeder Ticketbestellung werden automatisch je zwei Plätze zu beiden Seiten geblockt, damit der Abstand von anderthalb Metern gewahrt ist. Die Besucher werden gebeten, ihre Eintrittskarten online zu erwerben, da man sich so das Ausfüllen der Kontaktdaten vor Ort erspart und das Ticket kontaktlos eingescannt werden kann. Des Weiteren gilt im Kino Maskenpflicht, am Platz darf die Mund-Nasen-Bedeckung abgenommen werden. Getrennte Ein- und Ausgangswege sind markiert, nach jeder Vorstellung wird gelüftet. Der Online-Vorverkauf beginnt am Montag.

Und noch eine Neuerung gibt es: Dank der Unterstützung von Hessen-Film und der Filmförderungsanstalt konnte Burger für alle drei Säle neue Projektoren kaufen. Insgesamt 200 000 Euro haben die neuen Abspielgeräte gekostet. „Damit sind wir für die nächsten zehn Jahre gut aufgestellt“, betont Burger. Ganz klar: Nach dem holprigen Start soll die Lichtburg nun wieder zu einer echten Institution in Langen werden.

Infos im Internet

(Von Manuel Schubert)

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