Bebauungsplan für Langener Asklepios-Ausbau

Magistrat legt Entwürfe für nördliches Klinik-Areal vor

So soll das „Klinikum Nord“ nach dem vorläufigen Konzept der medi Park GmbH aussehen.  
grafik: Architekturbüro Planwerk
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So soll das „Klinikum Nord“ in Langen nach dem vorläufigen Konzept der medi Park GmbH aussehen.

Mit dem Ausbau der Asklepios Klinik soll der Gesundheitsstandort Langen wachsen. Der Magistrat hat nun den Entwurf des Bebauungsplans „Klinikum Langen Nord“ vorgelegt – mit unter anderem einem weiteren Fachärztezentrum, einem Klinikbereich mit Schwerpunkt Zahnmedizin und Pflegeeinrichtungen.

Langen – Während auf der anderen Seite der Röntgenstraße die Asklepios Klinik die Klinik für Psychische Gesundheit vergrößern, das zentrale Bettenhaus erweitern und eine Kita errichten will, möchte die medi Park GmbH ihre Planung auf der Nordseite realisieren. Dazu muss der Bebauungsplan beschlossen werden. Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr diskutierte in seiner jüngsten Sitzung bereits die Entwürfe und hat sich einstimmig dafür ausgesprochen.

Das Konzept, das das Architekturbüro Planwerk im Auftrag der medi Park erarbeitet hat, sieht eine Nutzung des Areals im Dreieck zwischen Frankfurter Straße, Röntgenstraße und Waldrand vor. Der Geltungsbereich des gesamten Bebauungsplans umfasst knapp 2,5 Hektar. Veränderungen gibt es aber nur im Bereich der abgerissenen ehemaligen Schwesternwohnhäuser auf etwa 1,57 Hektar. Dort soll zudem eine neue private Straße entstehen. Konkret geplant sind ein Fachärztezentrum, ein medizinisches Schulungszentrum, eine zahnmedizinische Klinik sowie Pflegeeinrichtungen im stationären und teilstationären Bereich. Zudem soll es Service-Wohnungen geben für Menschen, die auf ambulante Pflege und Betreuung angewiesen sind, sowie Mitarbeiterwohnungen.

Die neuen Gebäude sollen so angeordnet werden, dass umfangreiche Grünbereiche entstehen, die frei von oberirdischem Parken bleiben. Die im Norden des Gebiets vorgesehenen Gebäude sollen etwa 18 Meter Abstand zum Waldrand haben. Im gesamten Bereich soll maximal fünfgeschossig gebaut werden. Das bestehende Wohnhochhaus bleibt erhalten – als einziges Überbleibsel aus früheren Zeiten. Es solle aber ausdrücklich „kein neues Wohngebiet“ entstehen, betont Bürgermeister Jan Werner.

Verkehrsanbindung ist Thema im Ausschuss

Ein Punkt, der die Mitglieder des Bauausschusses umtreibt, ist die Verkehrsanbindung. Rainer Schöner (Grüne) fordert, die Klinik stärker an den Busverkehr anzuschließen. „Es müssen mehr Busse am Krankenhaus halten und am besten bestehende Linien dort halten“, so Schöner. Doch dazu sehen die Stadtwerke als lokale Busbetreiber nicht den Bedarf. „Diesen Schritt müssen die anderen tun“, sagt Heike Gollnow vom städtischen Referat für Umwelt und Mobilität in Hinblick auf die Kreisverkehrsgesellschaft. Bei dieser habe man stets eine anständige Wendemöglichkeit für Busse gefordert. Die sei nun in der Planung berücksichtigt. Heinz-Georg Sehring (FWG-NEV) fordert, einen Kreisel hin zur ehemaligen B3 zu prüfen. Dazu erklärt Petra Wagner, Leiterin des Fachdiensts Bauwesen, eine Verkehrsuntersuchung sei Bestandteil der Planung. „Die Kreuzung mit Ampel ist nach den Berechnungen auch zukünftig in der Lage, den Verkehr zu regeln“, so Wagner.

Im Parlament:

Nach dem positiven Votum im Bauausschuss steht der Entwurf zum Klinikum Nord in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 10. September, zur Abstimmung. Danach erfolgt die öffentliche Auslegung.

Zum weiteren Fachärztezentrum auf dem Areal meint Bürgermeister Werner: „Dadurch werden keine Ärzte aus anderen Teilen der Stadt abgezogen. Vielmehr bietet dieses die Möglichkeit, zusätzliche Mediziner und weitere Fachgebiete nach Langen zu holen.“ Zudem haben Praxen, die aktuell vis-à-vis im bestehenden Fachärztezentrum an der Klinik sind, Erweiterungsbedarf angemeldet. Der Ausbau sei für Langener, aber auch Menschen aus Nachbarkommunen ein großer Gewinn, so Werner. „Dies wird ein medizinischer Leuchtturm.“

Von Julia Radgen

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