Oberlinden: Stadt und Awo kooperieren

Mehr Plätze in der Betreuung

Langen - Der Bedarf an Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder ist in Langen ungebrochen hoch. Auch beim Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule in Oberlinden stehen viele Kinder auf der Warteliste für einen Platz.

Deshalb möchte die Stadt jetzt gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) weitere Kapazitäten schaffen. Geht es nach dem Magistrat, sollen ab Mitte Oktober weitere 22 Mädchen und Jungen die Möglichkeit haben, behütet Hausaufgaben zu machen und zu spielen, während ihre Eltern arbeiten. Geplant ist das Angebot täglich von 12 bis 15 Uhr.
Der Magistrat will gemäß eines vom städtischen Fachdienst Demografischer Wandel, Senioren, Soziale Organisationen erarbeiteten Papiers in diesem Jahr 6200 Euro in das Kooperationsprojekt investieren. Hinzu kommen 500 Euro für die Erstausstattung mit Spiel- und Verbrauchsmaterialien. Für 2019 sind Zuschüsse in Höhe von knapp 23.500 Euro im städtischen Haushalt eingeplant.

„Mit den zusätzlichen Plätzen möchten wir die Eltern unterstützen und den Förderverein der Albert-Schweitzer-Schule entlasten“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt. „Die Awo ist ein verlässlicher und bewährter Kooperationspartner und wir freuen uns, wenn wir dieses dringend notwendige Angebot gemeinsam verwirklichen können.“ Ohnehin seien die Fördervereine ein wichtiger Baustein für ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot in Langen und eine sinnvolle Alternative zum klassischen Hort in städtischen Einrichtungen.

„Um die Situation künftig in den Griff zu bekommen, brauchen wir mehr Ganztagsschulen“, betont Gebhardt. Mehrfach habe die Stadt dieses Thema mit der Kreisverwaltung besprochen. „Der Kreis Offenbach sieht die Kommunen bei der Betreuung von Grundschulkindern in der Pflicht und beteiligt sich nur mit einem sehr geringen Anteil am Aus- und Aufbau zusätzlicher Kapazitäten“, berichtet Gebhardt. „Die finanzielle Last liegt daher fast nur bei uns und den Eltern“.

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Bislang bezuschusst die Stadt 540 Betreuungsplätze an den Langener Grundschulen. Inklusive der 22 neuen Plätze in Oberlinden schlägt dieser Posten künftig jährlich mit 636.400 Euro zu Buche. Diese Mittel will der Magistrat sowohl 2019 als auch 2020 bereitstellen.

Über beide Anträge beraten der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport (20. September) und der Haupt- und Finanzausschuss (27. September), bevor in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 18. Oktober, die Entscheidungen fallen. (hob)

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