Neuer Amphibienzaun

Schutz vor Tod unterm Reifen

Krötenzaun-Erbauer: Im Wald am Oberen Steinberg waren (von links) Manfred Creter, Udo Rach, Rainer Klösel, Annette Litschke, Bernhard Sommer und Siegfried Eyrich aktiv. 
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Krötenzaun-Erbauer: Im Wald am Oberen Steinberg waren (von links) Manfred Creter, Udo Rach, Rainer Klösel, Annette Litschke, Bernhard Sommer und Siegfried Eyrich aktiv. 

Naturschützer haben am oberen Steinberg schon jetzt die Weichen für das kommende Frühjahr gestellt. Denn wenn dann das Thermometer nachts wieder fünf Grad anzeigt, bekommen Erdkröten, Grasfrösche, Molche und Salamander Frühlingsgefühle.

Langen – Hüpfend und kriechend wandeln sie auf Freiersfüßen und suchen ein geeignetes Laichgewässer. Besonders schwer hat es Frau Kröte: Sie muss nicht nur den Geburtstümpel wiederfinden, sondern dabei auch ihren Bräutigam huckepack tragen. Kreuzende Straßen sind wegen des Verkehrs dann besonders gefährlich für das langsame Paar auf der Hochzeitsreise.

Daher gibt es seit 2004 an der Zufahrtsstraße zum Waldparkplatz am Oberen Steinberg drei Tunnel unter der Fahrbahn. Ein Krötenschutzzaun, der die Tiere sicher dorthin führt, rettet ebenfalls Leben. Nachdem die Amphibien-Barriere in die Jahre gekommen war, wurde sie jetzt von Langener und Egelsbacher Naturfreunden, vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Firma Multi Transport renoviert und teilweise erneuert. Die Materialkosten von 1 200 Euro übernahm die städtische Umweltberatung. Die BUND-Ortsgruppe Langen/Egelsbach ist seit über 20 Jahren im Amphibienschutz aktiv. Für das tatkräftige Engagement bedankte sich Erster Stadtrat Stefan Löbig bei den freiwilligen Helfern.  ble

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