Naturfriedhof

Langen: Neue parkähnliche Grabanlage kommt ohne Pflege der Angehörigen aus

Im Akazienhain finden Verstorbene naturnah ihre letzte Ruhe – und das ganz ohne dass sich die Hinterbliebenen um die Pflege des Grabes kümmern müssen.
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Im Akazienhain finden Verstorbene naturnah ihre letzte Ruhe – und das ganz ohne dass sich die Hinterbliebenen um die Pflege des Grabes kümmern müssen.

Sie sind liebevoll gestaltet, wirken idyllisch und strahlen Ruhe aus: Der Trend zu naturnahen Grabanlagen ist ungebrochen. Auf dem Naturfriedhof in Langen können Verstorbene nun im neugestalteten parkähnlichen Akazienhain ihre letzte Ruhe finden.

Langen – Letzte Ruhestätten unter Bäumen und andere naturnahe Bestattungsarten werden immer mehr nachgefragt. Dem folgen die Kommunalen Betriebe Langen (KBL) als Betreiber des Friedhofs schon lange, indem sie ihn zum Naturfriedhof gemacht haben. Hinter der Idee des neuen Akazienhains steht vor allem der Wunsch vieler Menschen nach einem individuell gestalteten Grab als Ort für das Gedenken an den Verstorbenen – auch wenn sie sich nicht um die Grabpflege kümmern können oder möchten.

In die neue Anlage sind Grabstätten eingebettet, die dauerhaft vom Friedhofspersonal gepflegt werden. Neben dem bereits bestehenden Friedpark, den Rasengrabanlagen und den vier Gemeinschaftsgrabanlagen ist der Akazienhain somit das neueste pflegefrei gestaltete Gräberfeld auf dem Naturfriedhof Langen.

Obwohl sich der Akazienhain harmonisch in das gewachsene Bild des Friedhofs einfügt, hebt sich die Anlage deutlich von den traditionellen Gräbern in Reih und Glied ab. Bei der rund 800 Quadratmeter großen Grabanlage unterhalb des Parkplatzes und der Trauerhalle ist der Name Programm: Sanft geschwungene Wege, Akazienkuppelbäume und eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit hochwertigen Stauden, Gräsern und Gehölzen lassen die Anlage wie einen Park wirken.

Die einzelnen Urnengrabstätten sind ohne sichtbare Grenzen um die Bäume in Staudenfelder eingebettet und verschmelzen mit der üppigen Bepflanzung. „So bilden sie eine harmonisch aufeinander abgestimmte Einheit, ohne ihren individuellen Charakter zu verlieren“, so die Friedhofsverwaltung. Ein kleines Wasserspiel in Form eines runden Steins im bepflanzten Bereich soll den Parkcharakter ergänzen und zum Verweilen einladen. Auch dort sind Urnenbestattungen möglich. Die Grabanlage ist durch eine Hainbuchenhecke umgeben. Entlang der Hainbuchen gibt es die Option von Landschaftsgrabstätten.

Infotermine

Die Friedhofsverwaltung berät Interessierte vor Ort. Individuelle Termine können unterz 06103 595-485 vereinbart werden.

Die Namensnennung der Verstorbenen erfolgt durch Schilder an Stelen unter den Akazien und im Bereich des Wasserspiels. Entlang der Buchenhecke ist sie auf Bodenplatten vorgesehen. Mehrere Sitzmöglichkeiten laden Hinterbliebene und Freunde zum Besuchen, Gedenken und Austauschen ein.

Im Akazienhain stehen verschiedene Grabstätten für unterschiedliche Geldbeutel zur Verfügung: Es gibt das Urnenreihengrab für 1290 Euro, das Erdreihengrab für 1 390 Euro, das Urnenwahlgrab für eine Person für 2 200 Euro und für zwei Personen für 2 650 Euro. Die Gebühr für diese Grabarten beinhaltet jeweils den Platz, die Stele oder Bodenplatte und die gesamte Pflege während der Ruhe-/Nutzungszeit. Die Kosten für das Namensschild kommen hinzu, da es individuell angefertigt wird. Die Grabstätten können auch vorsorglich erworben werden. Aber: Da die Anlage während der gesamten Nutzungszeit gepflegt wird, entstehen für die Angehörigen keine weiteren Kosten und kein Zeitaufwand. jrd

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