Rhododendren haben unter Trockenheit gelitten

Park von Schloss Wolfsgarten: Kahlschlag mindert Blütenpracht

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Nicht so üppig wie sonst ist die Blütenpracht im Park von Schloss Wolfsgarten: Während einige Rhododendren wie gewohnt blühen, geben andere Sträucher ein trauriges Bild ab. Weil die Pflanzen von einem Pilz befallen waren, mussten sie gestutzt werden.

Sonnenschein, angenehme Temperaturen und vor allem natürlich die weitläufige Gartenanlage lockten am Wochenende wieder viele hundert Besucher in den Park von Schloss Wolfsgarten, der seit Jahrzehnten traditionell an zwei Wochenenden im Mai für das Publikum geöffnet wird.

Langen – Besuchermagnet par excellence sind dabei neben der Schlossanlage, dem Prinzessinnenhäuschen und dem künstlich angelegten See mit Brücke nebst japanischem Garten bekanntlich die vielfarbig blühenden und prächtig ausladenden Rhododendren. Ihre Ursprünge reichen bis in die 1920er-Jahre zurück, als Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein die Sträucher anpflanzen ließ.

Liebhaber sollten in diesem Jahr allerdings starke Nerven mitbringen, denn ein zentraler Teil der Pflanzungen musste unlängst radikal zurückgeschnitten werden. „Die Pflanzen haben durch die Trockenheit des vergangenen Jahres sehr gelitten und sind von einem Pilz befallen worden“, sagt Chefgärtner Peter Kaus. Um weiteren trockenen Sommern zu trotzen und den vermutlich bevorstehenden Auswirkungen des Klimawandels entgegenzusteuern, hat die Hessische Hausstiftung – in deren Eigentum sich die Anlage befindet – nun Maßnahmen ergriffen. „Wir planen, einen neuen Brunnen zu bohren und ein Bewässerungssystem für die Pflanzen anzulegen“, sagt Kaus.

Ganz auf die Rhododendrenpracht verzichten müssen die Besucher auch in diesem Jahr nicht. Im Park von Schloss Wolfgarten gibt es durchaus noch Bereiche, in denen die Sträucher keinen oder nur wenig Schaden genommen haben und die Blüten zu bewundern sind.

VON MARC STROHFELDT

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