Offiziell verschwistert

Prima-Unternehmerinnen kooperieren mit spanischem Geschäftsfrauen-Netzwerk

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Spannende Begegnungen und Einblicke in die spanische Wirtschaft erhielten die Prima-Unternehmerinnen (mit orangefarbenen Schals) bei ihrem Besuch in Madrid von den Geschäftsfrauen des Netzwerks Aseme. Gemeinsam planen sie nun ein Berufscamp für Mädchen auf Gran Canaria. 

Sie waren schon in der Türkei und Lettland zum Netzwerken: Nun reisten die Langener Prima-Unternehmerinnen nach Madrid, um sich dort mit Geschäftsfrauen und Selbstständigen auszutauschen.

Langen – In der spanischen Hauptstadt trafen die deutschen Frauen Vertreterinnen des spanischen Unternehmerinnen-Netzwerks Aseme. Doch nicht nur der Austausch stand beim dritten Netzwerktreffen – 2017 waren die Primas in Bursa, 2018 in Riga – auf dem Programm. Verónica Palza de Möller, Sprecherin der Prima-Unternehmerinnen und Inhaberin der Sprachschule Multilingua in Langen, und die Präsidentin des spanischen Netzwerks, Rechtsanwältin Eva Serrano, unterzeichneten einen Verschwisterungsvertrag. „Das ist der bisherige Höhepunkt der internationalen Aktivitäten unseres Netzwerks“, so Palza de Möller.

Langen: Spanisches Netzwerk Aseme bietet Plattform für 400 Unternehmerinnen

Aseme wurde 1969 heimlich unter der Franco-Diktator gegründet und 1972 legalisiert. Heute bietet es 400 Unternehmerinnen eine Plattform zum Austausch und für gegenseitige Geschäfte. Der Verband verleiht jährlich Wirtschaftspreise für besondere unternehmerische Leistungen, unter anderem für die Unternehmerin des Jahres. Nach Angaben des Netzwerks werden 49 Prozent der spanischen Unternehmen von Frauen geführt. Die Gastgeberinnen zeigten sich begeistert von dem deutschlandweit einmaligen Angebot des Prima-Start-up-Camps am Girls‘ Day. „Ein Start-up-Camp auf Gran Canaria wird das erste gemeinschaftliche Projekt unserer beiden Netzwerke sein“, sagt Projektleiterin Renate Knapp von der Strategieberatung SoBizz.

Langen: Im März kommen die Aseme-Unternehmerinnen nach Hessen

Anschließend besuchte die Delegation die spanische Unternehmerin des Jahres, Maria Isabel Lopez Ferrer. Sie ist Gründerin des Ingenieurbüros Izharia, das mit jeweils rund 80 Mitarbeitenden in Spanien und Panama Photovoltaik- und Windkraftanlagen für den weltweiten Einsatz plant. „Isabel tritt mit ihrem Unternehmen den Beweis an, dass eine der zukunftsrelevantesten, gesellschaftlichen Aufgaben lösbar ist: der großflächige Aus- und Aufbau der erneuerbaren Energien“, sagte Palza de Möller beeindruckt.

Danach besuchten die Deutschen die Firma Cement Design, die Boden-, Wand- und Dekormaterial aus farbigem und mit Pigmenten angereichertem Zement vertreibt. Geschäftsführerin Carolina Valencia entwickelte diesen Bereich während der spanischen Wirtschaftskrise und exportiert mittlerweile weltweit. „Dieser internationale Austausch hat uns wieder konkret neue Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten eröffnet. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch der Aseme-Unternehmerinnen im März in Langen“, so Palza de Möller.  

jrd

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