Lektionen gelernt

RoboKings der ARS messen sich erstmals im Halbfinale der First Lego League

Haben ihr Modell verbessert: die RoboKings (von links) Andrej Popov, Jonas Kolle, Jacob Bürkle, Ole Vogel, Shengyao Tang und Karl Kremser. Foto: ars
+
Haben ihr Modell verbessert: die RoboKings (von links) Andrej Popov, Jonas Kolle, Jacob Bürkle, Ole Vogel, Shengyao Tang und Karl Kremser.

Für die Mindstorms AG der Adolf-Reichwein-Schule Langen war es eine Premiere. Das erfolgreiche Team der RoboKings trat erstmals im Halbfinale der First Lego League (FLL) an. In der Hochschule Mannheim starteten 19 Teams.  Die drei besten qualifizierten sich für die Europameisterschaft.

Langen – In ihrer Paradedisziplin Teamwork konnte die Mannschaft ihre Stärken ausspielen und mit einer großartigen Leistung 46 Punkte erreichen. Den zweiten Platz haben die Langener Schüler nur um zwei mickrige Punkte verpasst. „Der undankbare vierte Platz ist aber für die Premiere bei einem Halbfinale eine hervorragende Leistung“, resümieren die RoboKings. Die Team-Hymne, die auch auf YouTube zu hören ist, hat die Jury besonders begeistert. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal der RoboKings, hier zeige sich ihre Vielseitigkeit und Kreativität. Gruppenmitglied Ole Vogel ist dabei als Sänger aktiv.

Auch in den drei anderen Disziplinen Robot Design, Research und Robot Game konnten sich die RoboKings der ARS im starken Teilnehmerfeld aus den 19 besten Mannschaften sehr gut behaupten. Insbesondere im Robot Game – dabei müssen die Jugendlichen mit ihrem Lego-Roboter Aufgaben auf einem Spielfeld lösen – zeigten die Langener, dass sie in den vergangenen vier Jahren bei den Regionalwettbewerben viel gelernt haben. Die intensive Arbeit in vielen „Nachtschichten“ in den Ferien hat sich ausgezahlt: Zum ersten Mal baute das Team einen Aufsatz mit Pneumatik. Karl Kremser sagt begeistert: „So macht Mathe und Physik richtig Spaß“. Und sein Teamkollege Jacob Bürkle ergänzt: „Besser kann man Informatik einfach nicht lernen“.

Mit einem deutlich verbesserten Roboter und vier komplexen Aufsätzen gingen sie ins Rennen um den Titel. Am Wettbewerbstisch mussten Karl Kremser und Shengyao Tang mit dem Roboter gegen die anderen Teams antreten. Mit einer veränderten Strategie konnten sie im letzten Durchgang ihre Bestleistung von 305 Punkten um sagenhafte 95 Punkte auf glatte 400 Punkte steigern. Im starken europäischen Halbfinale erlangten sie damit nur eine Platzierung im Mittelfeld. Im Halbfinale in Aachen reicht das für den vierten Platz.

Lehrer Marc Oettinghaus resümiert: „Die Jungs haben sehr viel Zeit und Engagement in die Vorbereitung auf den Wettbewerb investiert. Neben Informatik mussten sie sich auch mit Physik und Mathematik beschäftigen, um einen so guten Roboter zu bauen. Aber auch Projektarbeit, Zeitmanagement und Teamwork sind Bestandteil des pädagogischen Konzepts.“ Um sich bei der Präsentation des Forschungsprojekts zu verbessern, holten sich die RoboKings Hilfe vom Leiter des Darstellenden Spiels, Johannes Korsch, und probten mehrmals. Der VVV unterstützte die Präsentation zudem und der Förderverein der ARS finanzierte die Teilnahmegebühren und die Team-Shirts.

Nach dem Halbfinale haben die RoboKings schon die ersten Lektionen besprochen, um das nächste Mal noch besser vorbereitet in den Wettbewerb zu gehen. 

jrd

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare