Firma Salco zeigt Gestaltung

Visionen für drei Großprojekte in der Bahnstraße in Langen vorgestellt

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Drei Projekte, die das Bild der Innenstadt verändern: In der Bahnstraße 37-43 baut Salco das Stadtquartier (oben links), in der Bahnstraße 3-7 das BaLu (rechts) und das Postgebäude bekommt eine Aufstockung und einen angeschlossenen Neubau.

Die Innenstadt von Langen wandelt ihr Antlitz – und zwar nachhaltig. Dafür sorgt die Firma Salco. Wie genau, ist jetzt vorgestellt worden. 

Langen – Die ersten Bauarbeiter waren schon da und haben vorbereitende Tätigkeiten verrichtet. Das ist ein klares Zeichen: Der Abriss der maroden Gebäude in der Bahnstraße 37-43 steht unmittelbar bevor und damit der Baubeginn für das „SALCO Stadtquartier“ mit Supermarkt und Wohnhäusern. Derweil hat die Gesellschaft für Projektentwicklung und Baumanagement mit Sitz in Langen im Rahmen eines Business-Frühstücks Geschäftsleuten aus der Stadt detaillierte Pläne nicht nur für dieses, sondern auch für seine anderen beiden Großprojekte in der Bahnstraße (unsere Zeitung berichtete) vorgestellt.

„Wir werden die Innenstadt nachhaltig verändern“, sagt Adrian Khalifé, gemeinsam mit seinem Vater Rida Geschäftsführer des Familienunternehmens Salco. „Wir wollen dazu beitragen, dass nicht nur die Neubaugebiete wachsen, sondern auch die Mitte Langens belebt bleibt.“

Langen: „Salco“ will altes Postgebäude weiterentwicklen

Salco selbst hat seinen Firmensitz im ehemaligen Postgebäude in der Bahnstraße 26. Und dieses soll unter dem Projektnamen „B26 – Die alte Post“ weiterentwickelt werden. Nachdem DHL vor Kurzem mit seinem Paketverteilzentrum ins Wirtschaftszentrum Neurott gezogen ist, steht auch für die Postbank-Filiale eine Änderung an: Diese zieht aus der Bahnstraße nach hinten in die „zweite Reihe“ in das Gebäude am Jahnplatz. 

Damit ist das gesamte Erdgeschoss der Bahnstraße 26 frei – dort wird eine große Einzelhandelsfläche mit einem einladenden Vorbau geschaffen. Zudem wird das Haus um ein Stockwerk erhöht. Auf dem bisherigen Parkplatz entsteht ein Punkthaus, das mit dem Altbau verbunden wird. Dort sind Praxen und Mietwohnungen geplant. Der Baubeginn ist nächstes Jahr vorgesehen.

BaLu: Nahe dem Lutherplatz entsteht dieses Gebäude mit 20 Wohnungen und 900 Quadratmetern Gewerbefläche.

In der Bahnstraße 3-7 (bislang Photo Porst, Hausmann-Imbiss und Juwelier Tröger) entsteht ebenfalls ab 2020 unter dem Projektnamen BaLu (Bahnstraße/Lutherplatz) ein Gebäude mit Tiefgarage, 20 barrierefreien Eigentumswohnungen und im Erdgeschoss 900 Quadratmeter Gewerbefläche. „Bei der Suche nach einem Nutzer sind wir in enger Abstimmung mit der städtischen Wirtschaftsförderung“, betont Adrian Khalifé. Die wünscht sich einen Elektronikmarkt.

Langen: Pläne für „Salco“-Stadtquartier sind am weitesten fortgeschritten

Am weitesten ist aber wie gesagt das SALCO Stadtquartier, das der Projektentwickler erst kürzlich von der Activ Group (Schemmerhofen) übernommen hat. Dafür wurden jetzt die Pläne im Rahmen der vorhandenen Baugenehmigung modifiziert; Entkernung und Abriss der Altgebäude beginnen dieser Tage. „Der alte Sandstein wird gesichert und soll an anderer Stelle in der Stadt zum Einsatz kommen“, kündigt Khalifé an.

Die alte Post: Das Gebäude in der Bahnstraße 26 wird aufgestockt, auf dem Parkplatz ist ein Neubau vorgesehen.

„Es ist toll, dass es endlich mal wieder eine Firma in Langen gibt, die Visionen hat für die Gestaltung der Innenstadt“, freut sich Ulrich Krippner, Vorsitzender des Gewerbevereins, über die Projekte: „Salco baut architektonisch für meine Begriffe sehr schön, mir gefällt dieser Stil.“ Die drei Vorhaben seien eine „echte Bereicherung“ für die Innenstadt, denn klar sei: „Wir brauchen solche Einzelhandelsflächen.“

„Ein tolles Statement für die Innenstadt“, findet auch Wolfgang Hayer, stellvertretender Leiter des städtischen Fachdienstes Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport. Und Bürgermeister Frieder Gebhardt meint: „Es ist ein großer Glücksfall, dass sich das Unternehmen hier so engagiert.“ Er finde die nun vorgelegten Pläne „hochinteressant und sehr kreativ“. Aber er weiß auch: „Das wird für die Nachbarschaft eine Veränderung, die argwöhnisch beäugt wird.“

Langen: Diskussionen um „Salco“-Pläne sind abzusehen

„Es wird Diskussionen geben mit Leuten, die das nicht so toll finden“, sagt auch Erster Stadtrat Stefan Löbig, in dessen Zuständigkeitsbereich die Stadtplanung fällt. Klar sei aber: „Wir sind hier in einer Wachstumsregion, das gilt auch für die Bahnstraße.“ Und da sei es immer noch besser, innerstädtisch zu verdichten als nach außen zu wachsen. Zudem böten die neuen, großen Einzelhandelsflächen die Möglichkeit, Sortimente anzusiedeln, die es bislang in Langen nicht gebe.

Von Markus Schaible

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