Nur die Lausitz hat eifrigere Jäger als Langen

SSG Silberrang im Rewe-Wettbewerb „Scheine für Vereine“ ist Gold wert

Glückliche „Scheinjäger“: Marktleiter Boris-Sascha Kotow (Dritter von rechts) begrüßte die SSG-Delegation zur offiziellen Siegerehrung im Rewe an der Winkelwiese. Foto: P
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Glückliche „Scheinjäger“: Marktleiter Boris-Sascha Kotow (Dritter von rechts) begrüßte die SSG-Delegation zur offiziellen Siegerehrung im Rewe an der Winkelwiese.

Im tiefsten Brandenburg, beim Lausitzer Handballclub Cottbus, und oben in Niedersachsen, auf halber Strecke zwischen Verden und Bremen, da kennen sie jetzt ganz sicher die Sport- und Sängergemeinschaft aus dem hessischen Langen.

Langen – Schließlich verbindet die drei Klubs, dass sie zum Jahreswechsel wochenlang und bundeslandübergreifend bei einem Wettbewerb der Rewe-Unternehmensgruppe miteinander konkurriert und mitgefiebert haben. Als „Scheinjäger“ konnten sie sich felsenfest auf ihre Mitglieder und Sympathisanten verlassen, haben als Gewinner-Trio der Aktion „Scheine für Vereine“ mehr als 54 900 deutsche Klubs hinter sich gelassen und somit kräftig abgesahnt.

Cottbus (93  906 Scheine) vor Langen (52 421) und dem TSV Uesen (48 668) – so lautet das amtliche Endergebnis des Rewe-Wettbewerbs. Der zahlt sich für die SSG so richtig aus – nicht in klingender Münze, aber in wertvoller Ausrüstung. Entsprechend groß ist das Hallo der SSG-Delegation im Rewe-Markt an der Winkelwiese bei der offiziellen Preisverleihung vorigen Samstag. Unter anderem darf die SSG mit ihren 14 Abteilungen und rund 2200 Mitgliedern sich über einen Profi-Grill für Sommerfeste und größere Veranstaltungen freuen. Neue Ergometer und Crosstrainer gibt es für den Kraftraum, während die Fußball- und Handballabteilung sich über Laptops freuen dürfen. Neue Sitzbänke fürs Vereinsgelände, ein Profi-Turnierset für die Darts-Abteilung, jede Menge Bälle für die Tennisabteilung sowie die erste und zweite Fußball-Herrenmannschaft, Partylautsprecher für die Abteilungen Turnen, Tanzen und Fußball und noch etliche weitere kleinere Prämien werden an der Rechten Wiese erwartet.

„Mit so einem Echo hätten wir nicht gerechnet“, kommentiert Vorsitzender Joachim Uhl die fulminante Resonanz der Mitglieder beziehungsweise der Langener Rewe-Kundschaft. „Die ausgelobten Prämien sind unseren Abteilungen natürlich hochwillkommen, um nicht zu sagen: sehnsüchtig erwartet.“ Die grandiose Dynamik hat die SSG nicht nur zum Bundes-Silbermedaillisten der Rewe-Aktion gemacht, sondern mit klarem Vorsprung auch zum Prämiensieger der Rewe-Region Mitte. Dass die härteste Konkurrenz dabei direkt vor der eigenen Haustür lauerte, darf als symptomatisch für das Verhältnis zweier Nachbarorte gewertet werden: Die Sportgemeinschaft Egelsbach sammelte als Regio-Dritter (hinter dem SV Mainz-Gonsenheim) und Bundes-Fünfter stolze 37 947 Scheine.

Scheine? Die Aktion funktionierte wie folgt: Pro Einkauf im Wert von mindestens 15 Euro erhielten Kunden „Vereinsscheine“, die sie online ihrem Wunschverein zuschreiben konnten. Diese wiederum durften die Scheine in Prämien umwandeln – es galt das Prinzip: Je mehr Scheine desto größer die Auswahl. Unter dem Strich lässt die Rewe-Gruppe sich nach eigenen Angaben ihre Prämienausschüttung mehr als 13 Millionen Euro kosten.

Dass die SSG sich ein schönes Stück vom Kuchen abschneidet, kommt nicht von ungefähr: Schon vor gut zwei Jahren hoben Mitglieder, Fans und Freunde den Verein auf Platz zwei im bundesweiten Wettbewerb eines weltbekannten Brauseherstellers, der 10 000 Euro für die Erneuerung des Tribünendachs wert war. Nun also freut sich Boris-Sascha Kotow, ReweMarktmanager an der Winkelwiese, mit „seinem“ Langener Verein: „Wir haben die Aktion sehr gerne begleitet und sind stolz, dass die SSG so viele Prämien bekommt.“

VON HOLGER BORCHARD

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