Zwei Märkte dicht

Rewe: Leerstand kommt Kunden teuer zu stehen - Stadt hofft auf schnelle Lösung

Die ehemalige Rewe-Filiale in der Liebigstraße in Langen.
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Leerstand: In der ehemaligen Rewe-Filiale in der Liebigstraße (links) soll bald ein neues Geschäft einziehen.

Zwei Rewe-Märkte haben in Langen aufgegeben. Die Kunden brauchen dringend Alternativen. Zumindest eine Lösung scheint bevor zu stehen.

Langen – Spruchreif ist noch nichts. Doch zumindest für eine der beiden Langener Rewe-Filialen, die im Dezember geschlossen wurden, scheint sich nun eine baldige Nachfolgelösung abzuzeichnen. Für den Markt in der Liebigstraße deute sich „eine sehr interessante Entwicklung an“, sagt Stadt-Pressesprecher Markus Schaible auf Anfrage.

Rückblick: Zum 4. Dezember des vergangenen Jahres hatte der Einzelhandelsriese seine Filiale in der Liebigstraße geschlossen, zum 11. Dezember folgte auch der etwas größere Markt an der Darmstädter Straße. Seitdem stehen die beiden Räumlichkeiten leer.

Rewe in Langen: Schlechter Zustand und Konkurrenz zu stark

Rewe begründete den Schritt damals einerseits mit dem schlechten Zustand der Gebäude und andererseits mit der hinzugekommenen Konkurrenz durch den HIT-Markt im neuen Forum Langen. Ein nagelneuer Rewe-Markt soll – wenn alles nach Plan läuft – 2022 im Erdgeschoss des neuen „Salco Stadtquartier“ auf der Bahnstraße einziehen, das zurzeit gebaut wird. Bis dahin bleibt Langen vorerst nur die Rewe-Filiale An der Winkelwiese.

Da die Gebäude, in denen die beiden im Dezember dichtgemachten Rewe-Märkte untergebracht waren, jeweils in Privatbesitz sind, hat die Stadt nur bedingt Einfluss auf die Suche nach einem Nachfolger. „Wir können nur vermittelnd tätig werden, wenn gewünscht“, erklärt Stadtsprecher Schaible, etwa könne man zwischen den Besitzern und potenziellen neuen Mietern vermitteln. Die städtische Wirtschaftsförderung steht schon länger in Kontakt mit den Eigentümern.

Rewe in Langen: Lösung mit Nachfolger steht bevor

Für den Markt in der Liebigstraße ist offenbar bereits eine Lösung gefunden. „Die Vertragsunterschrift scheint unmittelbar bevorzustehen“, berichtet Schaible, ohne den Namen des künftigen Mieters zu verraten. „Da kommt was Interessantes“, deutet er an. Die Stadt hofft, spätestens im Februar Genaueres mitteilen zu können.

An der Darmstädter Straße soll neu gebaut werden.

Anders sieht es bei den Räumlichkeiten an der Darmstädter Straße aus. „Die Intention der Eigentümer ist, in Abstimmung mit der Stadt dort etwas Neues zu bauen“, erklärt Schaible. „Das ist also noch ein weiter Weg.“ Hier sei „ganz sicher“ noch kein Vertrag mit einem Nachmieter unterschrieben.

Suche nach neuem Mieter „oberstes Anliegen“

Bürgermeister Jan Werner hatte den Markt im November als „wichtigen Baustein“ für die Versorgung im dortigen Stadtgebiet bezeichnet. Es sei „oberstes Anliegen“ der Stadtverwaltung, einen adäquaten Nachfolger zu finden. Der Standort gilt laut dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt als sogenanntes „Nahversorgungszentrum“ und ist daher von besonderer Bedeutung. Der Bebauungsplan weist das Grundstück zudem als „Mischgebiet“ aus und sieht explizit eine gewerbliche Nutzung vor. „Wir werden natürlich darauf achten, dass das eingehalten wird“, betont der Stadtsprecher. (Von Manuel Schubert)

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