Kampf den Kippenstummeln

Stadt erinnert Hauseigentümer und Geschäftsleute in der Innenstadt an ihre Kehrpflicht

Ein sauberes Stadtbild wünschen sich alle. Doch das ist leider längst noch nicht der Fall, wie der Magistrat mitteilt. Gerade in der Innenstadt landet Müll oft dort, wo er nicht hingehört.

Langen – „Papier, Plastikschnipsel, Pappbecher oder Kaugummis – es ist immer wieder das volle Programm, das auf den Gehwegen und in den Pflanzbeeten landet“, bilanziert der städtische Wirtschaftsförderer Joachim Kolbe. Vor allem achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sind laut Kolbe ein großes Problem. „Es ist ausgesprochen aufwendig, sie aufzulesen. Sie stecken in Ritzen, Baumscheiben und einfach überall, wo sie nicht hingehören“, sagt Kolbe.

Um diesen Müll aufzusammeln, hat die Stadt mit den Stadtwerken die StraßenCarer-Initiative mit ins Leben gerufen. Das Kunstwort (aus dem englischen to care, kümmern, und dem Wort Kehrer) bezeichnet Mitarbeiter der Langener Firma Nachbar-Service Kuraica, die mehrmals die Woche auf Oberer Bahnstraße, Lutherplatz und Rheinstraße (bis zur Wassergasse) mit Besen und Kehrwagen ausrücken, um Unrat und Unkraut zu beseitigen und Mängel aufzuspüren.

Hinzu kommen die Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe. Sie leeren auch die Papierkörbe, die die Stadt in der Innenstadt zahlreich hat aufstellen lassen. An „neuralgischen Punkten“ sind sie auch mit Behältern mit speziellen Aschenbechern ausgestattet. Natürlich ist auch jeder Passant gefordert, Abfall nicht achtlos wegzuwerfen.

Erster Stadtrat Stefan Löbig weist aber auch darauf hin, dass es die Pflicht der Gebäudeeigentümer und Geschäftsinhaber ist, vor ihren Häusern und Läden für Sauberkeit zu sorgen und weggeworfenen Müll einschließlich Kippenstummel zu entfernen. „Alle müssen mit anpacken, damit Langen als Einkaufs- und Wohnort attraktiv bleibt“, betont Löbig.

Weil das manchen scheinbar egal ist und sie ihrer Reinigungspflicht nicht nachkommen, hat die städtische Wirtschaftsförderung jetzt einige Geschäftsleute angeschrieben und sie gebeten, „rasch dafür zu sorgen, dass Ihre Kundschaft die Kippen ordnungsgemäß entsorgt“. Wer der Pflicht nicht nachkommt – auch das steht in den Schreiben – müsse künftig nach Paragraf 16 der Satzung über die Straßenreinigung mit einer Geldbuße rechnen. Die kann durchaus saftig ausfallen: Bis zu 1 000 Euro werden verhängt.  jrd

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