Neuer Hotelbetreiber startet am 1. November 

Aus Steigenberger wird Mercure

Langen - Am 31. Oktober wird das Steigenberger-Schild abmontiert. Dann übernimmt die BrownHouse Management GmbH das Hotel mit 205 Zimmern im Wirtschaftszentrum Neurott. Von Markus Schaible

Betrieben wird es unter den Namen Mercure Hotel Frankfurt Airport Langen – und ist damit Teil des weltweit tätigen Unternehmens AccorHotels.
Das kann der Übernachtungsgast nicht alle Tage erleben: Wer beispielsweise von 30. Oktober bis 1. November im Hotel an der Robert-Bosch-Straße 26 logiert, checkt bei Steigenberger ein und bei der Konkurrenz Mercure wieder aus. Denn es wird so kommen, wie es Marion Vogt in unserer Zeitung bereits im Mai angekündigt hatte: Es gibt einen nahtlosen Übergang, das Hotel bleibt durchgehend geöffnet.

Marion Vogt wird als Hoteldirektorin den Übergang leiten. Und sie weiß schon jetzt: „Das wird eine aufregende Sache – und eine große Herausforderung.“

25 Jahre lang existierte das Steigenberger im Neurott; die Deutsche Hospitality (bis 2016 Steigenberger Hotel Group) hatte das Haus von einer Frankfurter Immobilienbesitzer-Familie gemietet. Die hat die Kündigung des Pachtvertrags genutzt, um sich von der sanierungsbedürftigen Immobilie zu trennen. Die BrownHouse Management GmbH (selbst mit BrownHouse Hotels & Resorts in der Übernachtungsbranche aktiv) griff zu und kaufte das Gebäude. Sie wird es auch betreiben, hat sich allerdings einen großen Partner ins Boot geholt: AccorHotels mit der Marke Mercure. Es ist dann bereits das fünfte Haus von AccorHotels in unmittelbarer Nähe des Flughafens.

„Wir freuen uns sehr, mit dem Standort in Langen und BrownHouse Management GmbH als starkem lokalen Partner unser Engagement am größten deutschen Flughafen zu erweitern“, sagt Volkmar Pfaff, Manager bei Accor. Auch Yoav Itzhaki, Managing Director von BrownHouse Management, zeigt sich rundum zufrieden: „Der Frankfurter Flughafen ist strategisch sehr wichtig für unsere Entwicklung und wir haben lange nach einem Objekt gesucht. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit AccorHotels und sind überzeugt, dass die Marke Mercure das richtige Produkt an dieser Location ist.“

Absicht ist, die Immobilie mit 205 Zimmern, sechs Tagungsräumen, Wellness-Bereich mit Fitness und Sauna sowie Restaurant und Bar in den kommenden zwei Jahren komplett zu renovieren. Bei laufendem Betrieb, wie Direktorin Vogt betont. Kommende Woche werde Yoav Itzhaki nach Langen kommen, dann werde der konkrete Zeitplan festgeklopft. Geplant sei, Anfang Februar zu beginnen. „Wir wollen innerhalb unserer ersten sechs Monate hier definitiv 100 Zimmer renoviert haben“, sagt Vogt. Das werde Gang für Gang geschehen „und sollte die Gäste nicht stören“. Das Tagesgeschäft werde nicht beeinträchtigt.

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Aber auch schon vorher werde der Gast Veränderungen bemerken: „Ich habe beispielsweise gerade dicke, flauschige Handtücher geordert, wie sie in Luxushotels zu finden sind.“ Die Qualität des Hotels „wird definitiv besser werden“, verspricht Vogt. Weiterhin geben werde es den bewährten Shuttle-Service zum Flughafen.

Aktuell ist sie auf Personalsuche. Steigenberger-Mitarbeiter, die bleiben möchten, würden übernommen, aber das reiche nicht aus. In den kommenden Wochen finden die ersten Schulungen statt – und dann wird es ernst. So gelte es bereits am ersten Tag, neue Computer und das neue Buchungssystem zu installieren. „Dass nicht alles gleich zu 100 Prozent glatt läuft, ist normal“, bittet Vogt schon mal um Verständnis. „Aber wir freuen uns alle riesig auf den Neubeginn“, versichert sie.

Rubriklistenbild: © Archiv: MS

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