Nach Sanierung ist der Schaden am Dach behoben

Trauerhalle vor Wiedereröffnung

Langen - Das provisorische Zelt musste länger als gedacht als Ersatz dienen, doch ab Ende dieser Woche wird die Trauerhalle auf dem Langener Friedhof endlich wieder begehbar sein. Seit August 2015 ist sie wegen dringend fälliger Sanierungsarbeiten geschlossen.

Vergangenen Sommer setzte es bei einer Routinesanierung am Dach der Trauerhalle eine böse Überraschung: Im Stahlbeton des Flachdaches zeigten sich Risse, durch die bereits Regenwasser lief und sich im Inneren über der abgehängten Holzdecke sammelte. Aus Sicherheitsgründen handelten die Kommunalen Betriebe (KBL) seinerzeit sofort – und schlossen die Halle. Dass dieser Zustand ein Dreivierteljahr dauern würde, damit rechneten die Experten allerdings nicht. Der Grund: Der alte Dachaufbau aus Blähbeton musste entfernt werden, was ursprünglich nicht vorgesehen war und sich als schwieriges und zeitraubendes Unterfangen erwies.

„Inzwischen ist alles wieder dicht und wir können die Halle freigeben“, meldet KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski. Das ist aber nicht das einzig Positive: Durch eine neue Beleuchtung und eine helle Mineralfaserdecke unter dem Stahlbeton macht das Innere der Halle nach den Worten des KBL-Chefs jetzt einen viel angenehmeren Eindruck. Die Decke verbessere die Akustik und sei mit Einbaustrahlern bestückt. Darüber hinaus wurden rund 30 tellerförmige Hängeleuchten installiert. Früher gab es nur Stehleuchten, die zusammen mit der dunklen Holzdecke eine eher düstere Atmosphäre erzeugten. „Das ist jetzt ganz anders“, betont Pusdrowski. Die neue Beleuchtung, komplett mit energiesparenden LEDs ausgestattet, könne individuell gedimmt werden. Und sie bringe das riesige Glasbild von Professor Johannes Schreiter viel besser zur Geltung. Der Langener Künstler habe bei der Deckengestaltung und der Auswahl des Beleuchtungskonzepts beratend zur Seite gestanden.

Die Trauerhalle stammt aus dem Jahr 1968. Auf 285 Quadratmetern bietet sie knapp 200 Sitz- und 100 Stehplätze. Das provisorische Zelt, in dem zwischenzeitlich alle Trauerfeiern stattfanden, wird demnächst abgebaut. Die Halle selbst bleibt bis etwa Mitte Mai eingerüstet, weil das Dach noch gedämmt werden muss. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 220.000 Euro. (cor)

Bilder: Trauerfeier für Lilien-Fan „Johnny“

Rubriklistenbild: © (dpa) Symbolbild

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