Umweltberatung diskutiert mit Experten

Energiefresser im Haus finden

Langen - 2011 hat die Stadt ein Klimaschutzkonzept beschlossen, das seither Stück für Stück umgesetzt wird.

Beim jährlichen Expertentreffen bringt das Langener Umweltreferat Energieberater, Vertreter der Baugenossenschaft Langen, die Wohnungswirtschaft, die Stadtwerke sowie Kommunalpolitiker und Aktive aus Umweltschutzverbänden wie dem BUND an einen Tisch. Gemeinsam bewerten sie, was in Langen in Sachen Klimaschutz bisher erreicht worden ist und diskutieren neue Projekte und Ideen. Das Fazit der diesmaligen Runde: In Langen gibt es zwar schon große Fortschritte beim Klimaschutz, trotzdem muss noch mehr getan werden.
Besonders lobte die Runde die sogenannte Energiespar-Karawane, bei der Energieberater seit 2014 in ausgewählten Stadtbezirken von Haus zu Haus gehen. Vor Ort suchen sie dann gemeinsam mit den Eigentümern nach Ansätzen für Energieeinsparungen. Im vergangenen Jahr nahmen 42 Prozent der Haushalte im Wohngebiet Singes das kostenlose Angebot der Stadt in Anspruch. Es wurde überdies vom Regionalverband Frankfurt RheinMain ausgezeichnet: Die Energiespar-Karawane errang bei dessen Wettbewerb „Klimaprojekt 2017“ den zweiten Platz. In diesem Jahr setzt die Stadt die Kampagne im Wohngebiet Leukertsweg fort.

Die Expertenrunde diskutierte die Ergebnisse realisierter Projekte und sprach über Ideen für neue Initiativen. Die Palette reichte von der „energetischen Stadtsanierung“ über Stromspar-Checks für einkommensschwache Haushalte und klimagerechte Mobilität bis hin zum Stadtradeln und der Öffentlichkeitsarbeit, die schon beim Nachwuchs in den Kindertagesstätten ansetzt. Vor allem in Sachen klimafreundlicher Mobilität gehe es in der Stadt voran, wie Heike Gollnow, Leiterin des städtischen Referates für Umwelt und Mobilität, skizzierte: „Seit einigen Monaten ist in Langen Bike- und Car-Sharing möglich und die Stadtwerke installieren nach und nach Ladestationen für Elektrofahrzeuge.“

Weltklimakonferenz streitet bis zuletzt ums Geld

Auch Stephan Langner, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft Langen, stellte ein klimafreundliches Projekt vor. Die Baugenossenschaft setzt derzeit ein Sanierungsprogramm zur energetischen Verbesserung eines großen Quartiers mit mehreren Wohnblocks im Langener Norden um. Gemeinsam mit der Nassauischen Heimstätte und den Stadtwerken sei es möglich, dort und entlang der Südlichen Ringstraße mittelfristig den Energieverbrauch und damit die klimaschädigenden CO2-Emissionen drastisch zu senken, betonte Langner. In dieses Projekt investiert der größte Vermieter in Langen rund 80 Millionen Euro. (jrd)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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