KV stellt Verbesserungen in Aussicht

Unterstützung für die Kinderärzte

Langen - Eltern in Langen können mit einer Verbesserung der medizinischen Versorgung ihrer Kinder rechnen. Das hat der Stadtverordnete Joost Reinke (Die Linke) bei einem Gespräch mit den Vorständen der hessischen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erfahren.

Reinke hatte sich des Themas angenommen, nachdem er bei einer Talkrunde mit Dr. Rüdiger Leinweber erfahren hatte, dass die beiden Langener Kinderarztpraxen am absoluten Limit arbeiten und manchmal aus Kapazitätsgründen gar Patienten abweisen müssen (unsere Zeitung berichtete). Dies sprach er nun bei einem zweistündigen Treffen mit KV-Vorstandsvorsitzendem Frank Dastych und dessen Stellvertreter Eckhard Starke an. Und die hätten, so teilt Reinke mit, konkrete Angebote unterbreitet, wie die angespannte Situation entschärft werden könnte.

Obwohl die KV noch auf aktuelle Daten warte, um dann anhand der neuesten, für 2018 festgestellten Kinderzahl den genauen Bedarf festlegen zu können, würde sie schon jetzt Hilfen für Langen anbieten. So würde die KV eine Sonderbedarfszulassung für Langen/Egelsbach ermöglichen. In diesem Fall könnte vorübergehend (zum Beispiel für einen Zeitraum von zwei Jahren) die Fallzahlenbegrenzung ausgesetzt werden. Das würde bedeuten, die bisher geltende Obergrenze für zu behandelnde Patienten zu lockern oder aufzuheben. Die Kinderärzte müssten dann keine Angst haben, dass von ihnen geleistete Arbeit nicht bezahlt wird. Am Ende der Übergangsfrist würde man, so erklärten die Vorstände gegenüber Reinke, die gemachten Erfahrungen evaluieren, um daraus entsprechende Schlüsse zu ziehen. Eckhard Starke habe noch das Thema Weiterbildungsassistenten ins Gespräch gebracht, wodurch bestehende Kinderarztpraxen durch junge Kollegen, die sich noch in der Ausbildung zum Facharzt befinden, für einige Monate unterstützt würden.

Das machen Kinderzahnärzte anders

Die Langener Kinderärzte haben nach den Worten des Linken-Politikers sehr positiv auf die gute Nachricht reagiert und wollen nun in Gesprächen mit der KV die Details für die Sonderregelung abklären. Dastych, Starke und Reinke waren sich einig darin, dass „Menschen immer vor Bürokratie kommen sollten“ und dass dieser Entwurf ein starkes gesundheitspolitisches Signal darstellt, das vielleicht sogar über Langen hinaus eine Leuchtturmwirkung entfalten kann. Für dieses Projekt müssen noch die Krankenkassen, die für die Finanzierung verantwortlich zeichnen, gewonnen werden. (ble)

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