Bürgermeisterwahl in Langen

Stichwahl in Langen: Analysieren und weiterkämpfen

Chancenlos: Stephanie Tsomakaeva (mit Ehemann Suleyman Tsomakaev) landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.
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Chancenlos: Stephanie Tsomakaeva (mit Ehemann Suleyman Tsomakaev) landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Stichwahl in Langen: Für Dr. Jan Werner (Einzelbewerber) und Stefan Löbig (Grüne) gilt es nun, bis zum 15. März alle Register zu ziehen, um aus der Stichwahl als Sieger hervorzugehen.

  • Bürgermeisterwahl in Langen
  • In der Stichwahl tritt Kandidat der Grünen gegen einen Einzelbewerber an
  • In den Wahlbezirken zeigen sich einige Besonderheiten

Langen - Für beide Kandidaten und ihre Teams gilt es nun auch, die Ergebnisse aus Runde eins zu analysieren und in die Bereiche herauszuarbeiten, in denen sie noch Steigerungspotenziale sehen. Denn beim Blick auf den Stadtplan zeigt sich, dass die Stimmenverteilung kein einheitliches Bild ergibt. Zwar hat Dr. Werner alle Bezirke für sich gewonnen, allerdings nicht überall mit weitem Abstand.

Langen: Wahl zum Bürgermeister bleibt spannend

Stark sind beide Stichwahl-Kandidaten in den Bereichen um ihren jeweiligen Wohnort: Dr. Werner (Gesamtergebnis: 39,7 Prozent) hat in der Kita im Grünen mit 48,68 Prozent nahezu die Hälfte der Stimmen geholt. Löbig (gesamt: 25,16) kommt in der Wallschule (Altstadt) mit 32,41 Prozent fast an Dr. Werner (33,16) heran; gerade mal sieben Stimmen trennen dort die beiden Kontrahenten.

Gratulation: Joost Reinke (Mitte) mit den beiden Gewinnern des ersten Wahlgangs, Dr. Jan Werner (links) und Stefan Löbig.

Bis auf einen Bezirk liegt Löbig immer auf Rang zwei hinter Werner; einzig im Seniorenzentrum Ahornhof konnte sich die geschlagene SPD-Bewerberin Angela Kasikci (gesamt: 19,51) die Silbermedaille sichern. Dort kommt sie auf 23,61 Prozent, der Grüne auf 22,03. Aber auch dort liegt Dr. Werner mit 36,92 Prozent vorne.

Wahl zum Bürgermeister in Langen: Blick auf Wahlbezirke offenbart Besonderheiten

Der Blick auf die einzelnen Bezirke offenbart auch noch andere Besonderheiten: So hat Einzelbewerberin Stephanie Tsomakaeva (gesamt: 2,15 Prozent) ihr bestes Ergebnis 7,05 Prozent im Bezirk Begegnungszentrum Haltestelle; dort wählen die Bewohner des Alpha-Hochhauses. Allerdings sind das nur 45 Stimmen; angesichts von rund 800 Menschen, die in dem Gebäude leben, nicht viel für die dort lebende Anführerin des Widerstands gegen das benachbarte Bauvorhaben.

Claudia Trippel (FWG-NEV, gesamt: 7,52 Prozent) und Einzelbewerber Joost Reinke (5,97) schafften es beide in jeweils einem Wahlbezirk in den zweistelligen Bereich: die NEV-Frau in der Kita Rappelkiste (Uhlandstraße) mit 10,78, der einstige Linken-Politiker im DRK-Seniorenzentrum an der Frankfurter Straße (zu diesem Bezirk gehört unter anderem das Neubaugebiet Elisabeth-Selbert-Allee) mit 10,25 Prozent.

Mit unbewegter Miene: Claudia Trippel, Kandidatin der FWG-NEV, war schon früh klar, dass sie den Sprung in den zweiten Wahlgang nicht schafft.

Langen: Bei der Wahl zum Bürgermeister kommt es zur Stichwahl

Ob und wie sich die Unterlegenen (beziehungsweise ihre Unterstützer) für die Stichwahl positionieren, wird sich wohl in Kürze zeigen. Auf Werners Seite jedenfalls ist klar, dass er weiterhin von der CDU gestützt wird und auch die Freien Wähler/UWFB haben bereits einen weiteren kommunalpolitischen Stammtisch anberaumt, bei dem der Kandidat zu Gast ist. Und auf Seiten der Grünen laufen ebenso alle Anstrengungen, um Löbig den Umzug vom Büro des Ersten Stadtrats in das des Bürgermeisters zu ermöglichen.

Alle Einzelergebnisse

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