Am Ludwigsbrünnchen

Wo der Wald jetzt wieder Freude macht

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Plätschert vor sich hin wie neu: das renovierte Ludwigsbrünnchen im Koberstädter Wald.

Langen - Fast genau einen Monat ist es her, dass an dieser Stelle vom beklagenswerten Zustand des Ludwigsbrünnchens im Koberstädter Wald zu lesen war. Überschrift: „Wo der Wald um Hilfe ruft.“ Aber wie’s so ist im Leben: In vier Wochen kann viel passieren. Von Holger Borchard 

Genau das ist am Ludwigsbrünnchen der Fall – nun meldet das Forstamt: „Wasser marsch!“. Rückblende: Vor wenigen Wochen noch rieben sich Spaziergänger vor Ort Augen und Nase: Umgestürzte Bäume und undurchdringliches Gehölz einerseits, Müllberge, Uringestank und Vandalismusschäden andererseits zeugten vom Wüten von Sturm und Mensch. Auf die Hinweise und Klagen reagierte zuerst der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der das Gelände im Rahmen seiner Aktion „Langen räumt auf“ von Müll und Unrat befreite. Dieser „Pflicht“ konnte sodann die Kür folgen – ebenfalls angesprochen im Rahmen einer VVV-Aktion, nämlich des jüngsten Grenzsteinspaziergangs. Dessen Teilnehmer bemängelten, dass ein umgestürzter Baum den Zugang zum Brunnen vom Egelswoog her versperrte, dass der Ablauf des Quellschachts verstopft war und dass aus dem Brunnenstock kein Wasser in den Holztrog floss.

Daraufhin war es am Forstamt, die „Heinzelmännchen“ auszusenden. „Unsere Mitarbeiter haben den umgestürzten Baum beseitigt, eine von den Stadtwerken Langen beauftragte Spezialfirma hat den mit Sand und Schlick verstopften Abfluss des Quellschachts gereinigt und die Stadtwerke selbst haben dafür gesorgt, dass das Wasser jetzt bis zum Herbst wieder zwischen 10 und 18 Uhr in den Holztrog plätschert“, fasst Forstamtsleiter Christian Münch zusammen. Der Holztrog wiederum wurde auf Veranlassung des VVV abgedichtet und wiederhergerichtet. „Jetzt ist der Platz wieder ein lohnendes Ziel für Spaziergänger und Radfahrer in der Koberstadt“, freut sich VVV-Boss Walter Metzger.

Frühlingsbilder unsere Leser (Teil 6)

Frühlingsbilder unsere Leser (Teil 6)

Besonderer Dank von Verein und Forstamt gilt Wilhelm Ott. Der Vorsitzende der „Freunde Sprendlingens“ und ehrenamtliche Mitarbeiter der Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation hat großen Anteil daran, dass der Brunnen in neuem Glanz erstrahlt.

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