Fertigstellung bis 2022 geplant

Bezahlbarer Wohnraum: Startschuss für Anna-Sofien-Höfe in Langen

Den ersten Spatenstich fürs Großprojekt setzten (von links): Tobias Ulrichs (Projektleiter Dreßler Bau), Gilberto Bianchi (Niederlassungsleiter Dreßler Bau), Wolf-Bodo Friers (Vorstand Baugenossenschaft), Bürgermeister Jan Werner, Stephan Langner (Vorstand Baugenossen) sowie Helmut Dörfer und Frank Grohnmeier vom Architektenbüro.
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Den ersten Spatenstich fürs Großprojekt setzten (von links): Tobias Ulrichs (Projektleiter Dreßler Bau), Gilberto Bianchi (Niederlassungsleiter Dreßler Bau), Wolf-Bodo Friers (Vorstand Baugenossenschaft), Bürgermeister Jan Werner, Stephan Langner (Vorstand Baugenossen) sowie Helmut Dörfer und Frank Grohnmeier vom Architektenbüro.

Im Nordend auf dem Areal zwischen Anna- und Sofienstraße entsteht ein Neubauprojekt mit 154 Mietwohnungen. Nun erfolgte mit dem Spatenstich der feierliche Startschuss für das Großprojekt.

Langen - Es ist der Startschuss für einen großen Wurf in Sachen sozialer Wohnungsbau: Im Nordend auf dem Areal zwischen Anna- und Sofienstraße entsteht ein Neubauprojekt mit 154 Mietwohnungen. Nun erfolgte mit dem Spatenstich der feierliche Startschuss für das Großprojekt. Bauherrin und Vermieterin ist die Baugenossenschaft Langen eG.

„Das Ziel ist, bezahlbaren Wohnraum unter neun Euro den Quadratmeter in optimaler Lage anzubieten“, sagt Wolf-Bodo Friers, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft. Die neue Bebauung orientiert sich an den Entwürfen des Architekturbüros Dörfer Grohnmeier Architekten, ausführendes Bauunternehmen ist Dreßler Bau, das das Projekt in serieller Bauweise umsetzt – das bedeutet, einzelne Komponenten werden industriell vorgefertigt, wodurch alles recht schnell vorangeht. Die Fertigstellung des Quartiers ist für Frühjahr 2022 geplant.

Es entstehen neun Gebäude mit jeweils Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Zwischen den Häusern sollen begrünte Innenhöfe mit Spielgeräten und Sitzgelegenheiten für Erholung für Jung und Alt sorgen. Denn das neue Viertel soll mit bezahlbaren Wohnungen nicht nur für Familien, sondern auch für junge Erwachsene und Senioren erschwinglich sein. So will die Baugenossenschaft auch für Pendler günstiges Wohnen mitten in Langen ermöglichen, denn die Lage sei durch die gute Anbindung nach Darmstadt und Frankfurt ideal.

Punkthaus ist das Herzstück des Langener Neubauprojekts

Eine Besonderheit sei das integrative Konzept des sogenannten Punkthauses an der Nordost-Ecke. Alle Wohnungen in diesem Gebäude sind barrierefrei, zudem sind alle Räume für seniorengerechtes Wohnen mit Rollstuhlnutzung geplant. Das spezielle Versorgungsmodell umfasst im ersten bis dritten Geschoss neben Gästezimmern für Besucher und Pflegepersonal auch Gemeinschaftsräume. „Die ältere Bewohnerschaft soll so möglichst lange und selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung leben können“, sagt Friers. Durchdacht ist auch das Farbkonzept der Fassaden: Es wurde so entwickelt, dass sich auch demenzielle Menschen zurechtfinden können.

Das Quartier mit Punkthaus von oben betrachtet (Richtung Nord-Ost).

Zudem arbeitet die Baugenossenschaft mit dem Langener Begegnungszentrum Haltestelle für den Betrieb eines sozialen Cafés und eines Pflegestützpunktes im Punktehaus zusammen. Das Café soll im Erdgeschoss des Gebäudes Platz finden. Der angrenzende Veranstaltungsraum kann von Bewohnern angemietet oder für das Café genutzt werden. Im Staffelgeschoss ist ein Bereich zum gemeinschaftlichen Wohnen und Kochen mit Dachterrasse für Bewohner vorgesehen.

Das Quartier entsteht auf einem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück, das zuvor neun Wohnhäuser aus den 1950ern in der Annastraße und der Sofienstraße beherbergte. Sie wurden abgerissen, da die umfassende Modernisierung aufgrund erheblicher Mängel nicht finanzierbar gewesen wäre, so die Baugenossenschaft. Das war nicht unumstritten, denn für die Mieter kam die Wohnungskündigung zum Jahresende 2019 überraschend. Da die Baugenossenschaft bei dem Projekt ein mächtiges Tempo vorlegte, fühlten sich manche Mieter unter Druck gesetzt. Denn die Bestandsmieter der alten Häuser konnten gegen eine Abfindung ausziehen, in eine Übergangswohnung der Baugenossenschaft ziehen und dann in eine neu gebaute zurückzukehren – zu einem geringeren Quadratmeterpreis als Neumieter – oder in eine andere Wohnung der Genossenschaft wechseln. Die Baugenossenschaft betonte aber schon damals, dass sie den Grundsatz „Wenn schon Neubau, dann richtig!“ vertrete – zudem würden nun 46 Wohneinheiten zusätzlich geschaffen und durch den hohen energetischen Standard (siehe auch Infokasten) profitierten die alten wie neuen Mieter durch erheblich geringere Nebenkosten. (jrd)

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