PLANUNGSVERZÖGERUNG

Zeitnaher Ausbau der B 486 in Langen gefordert

CDU-Stadtverband und Bundestagsabgeordneter machen beim Ausbau der B486 in Langen Druck aufs Land.

Langen – Die kürzlich bekannt gewordenen erneuten Verzögerungen bei der Planung des Ausbaus der B 486 zwischen Langen und der Autobahn 5 haben für viel Verärgerung und Unverständnis gesorgt. In einer gemeinsamen Erklärung haben nun die CDU Langen und der Unions-Bundestagsabgeordnete für Stadt und Kreis Offenbach, Björn Simon, ihr Bedauern über die Informationen aus dem Hessischen Verkehrsministerium kundgetan.

Bundestagsabgeordneter Björn Simon (CDU): Verantwortung liegt beim Land Hessen

„Die Bundesregierung hat das insbesondere für Langen so wichtige Projekt seit Jahren nach Kräften unterstützt und es im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) folgerichtig in die höchste Kategorie des ,Vordringlichen Bedarfs‘ eingestuft. Das bedeutet den uneingeschränkten Planungsauftrag für das Land Hessen, die Verantwortung liegt seitdem klar bei der Landesregierung und der hessischen Straßenbauverwaltung Hessen Mobil“, so der Abgeordnete. „Dass es dort zu Verzögerungen kommen soll, ist überaus enttäuschend. Die Planung des Projektes muss seitens der Landesregierung nun zeitnah und ohne weitere Verzögerungen vorangetrieben werden. Das heutige und insbesondere das prognostizierte Verkehrsaufkommen ist sonst schlicht nicht mehr zu bewältigen“, erläutert Simon.

Nach der Ankündigung des Ministeriums, dass für die Planung des Ausbauprojektes nunmehr neue Kartierungen zu Fauna und Flora sowie ein aktueller wasserrechtlicher Fachbeitrag benötigt werden, hat sich der Bundestagsabgeordnete in Abstimmung mit seinen Langener Parteikollegen unmittelbar mit der Leitungsebene des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) in Verbindung gesetzt. Dort sei ihm erneut bestätigt worden, dass die vierspurige Erweiterung als wichtige West-Ost-Straßenverbindung im südlichen Rhein-Main-Gebiet sowohl im BVWP als auch im Bedarfsplan in der höchstmöglichen Kategorie des „Vordringlichen Bedarfs“ gelistet ist und der gesetzliche Planungsauftrag damit beim Land Hessen liegt, das bereits im Jahr 2014 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet hat.

CDU: Langen braucht Ausbau der B486

„Durch den hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister, Tarek Al-Wazir (Grüne), wurde zuletzt im Oktober 2019 die Initiative ,Großer Frankfurter Bogen‘ ins Schaufenster gestellt. Und er wiederholte seine Forderung zur Schaffung von 200 000 neuen Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet. In Langen allein sind Neubaugebiete für rund 5 000 Neubürger ausgewiesen. 

Wenn der Minister seine Forderung nach neuem Wohnraum ernst meint, muss sein Ministerium auch die entsprechenden Voraussetzungen in der Verkehrsinfrastruktur schaffen. Für uns ist klar, dass die Schaffung von Wohnraum immer nur Hand in Hand mit dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur möglich ist“, betont der Vorsitzende der CDU Langen, Christian Gött. „So sind der Ausbau der B 486 wie auch der Anschluss Langens an die Regionaltangente West wichtige Aspekte, die ein weiteres Wachstum der Stadt überhaupt erst möglich machen.“

Steigender Verkehr auf der B486 in Langen erwartet

„Nachdem CDU, FWG-NEV, FDP und UWFB in der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2016 den Beschluss von Grünen und SPD, der sich gegen den vierspurigen Ausbau richtete, aufgehoben haben, ist auch die Position der Stadt Langen unmissverständlich klar: Nur mit dem vierspurigen Ausbau der Bundesstraße werden in unserer Stadt die Voraussetzungen für ein zukünftiges Einwohner- und Wirtschaftswachstum geschaffen“, so Gött.

Björn Simon schlussfolgert: „Der Ausbau der B 486 ist und bleibt dringend notwendig. Ich kann den Unmut der Pendler, die tagtäglich auf die Verbindung angewiesen sind, sehr gut nachvollziehen. Schon heute stellen sich auf dem Teilstück der Bundesstraße Verkehrsstärken von bis zu 30 000 Fahrzeugen pro Tag ein. Die Verkehrsprognosen verdeutlichen, dass diese Zahlen in wenigen Jahren auf 50 000 Fahrzeuge pro Tag steigen. Langen braucht daher den vierstreifigen Ausbau der B 486, das Verkehrsaufkommen kann sonst nicht mehr aufgenommen werden. Die Landesregierung und Hessen Mobil müssen die Planungen daher so gezielt wie möglich vorantreiben, damit ein zeitnaher Baubeginn herbeigeführt werden kann.“ ble

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