Initiative Pro Bannwald

Zerstrittene Gegner des Kiesabbaus

Langen - Gerade erst gegründet und schon uneins: Die Initiative Pro Bannwald stellt die Mitarbeit am Aktionsbündnis Langener Bannwald ein. Dies teilt Jürgen Eberhardt, Hauptakteur der Initiative, mit.

Grund: Eberhardt stellt sich eine Richtung für das weitere Vorgehen vor, der die anderen Mitglieder der Initiative offenbar nicht folgen wollen. „Die Intension von Pro Bannwald ist, den Bürgermeister und die anderen Magistratsmitglieder, aber auch viele Stadtverordnete nicht aus der Verantwortung zu nehmen“, heißt es in einer Erklärung Eberhardts: „Sie haben Teile unseres Stadtwalds der Firma Sehring zum ,Ausschlachten‘ verkauft. Ebenso haben sie es jahrzehntelang versäumt, der Firma Sehring auf die Finger zu schauen.“

Alles zum Kiesabbau in Langen

Bei der Renaturierung der Ostgrube gebe es Ungereimtheiten, die laut Eberhardt auf Duldung oder mangelnde städtische Kontrolle zurückzuführen sein könnten. Pro Bannwald werde sich in Kürze an die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Offenbach als kommunale Aufsichtsbehörde wenden mit der Bitte, die Kontrolle der Renaturierung der Ostgrube zu steuern und zu überwachen.

Ziel sei, dass die Fläche der jetzigen Südost-Auskiesung nicht das gleiche Schicksal erfahre wie die Ostgrube. Seines Wissens nach verpflichte die Auskiesungsgenehmigung die Firma Sehring dazu, Abschnitt für Abschnitt der (jetzigen) Südost-Auskiesung zu renaturieren, bevor der nächste Abschnitt gerodet und ausgekiest wird, erklärt der Pro-Bannwald-Aktivist. (ble)

Bilder: Bannwald erhalten oder Kies abbauen?

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