Jeder Kauf ist ein Bekenntnis

Langen zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

Wollen fairen Handel voranbringen: Bürgermeister Jan Werner überreichte die Urkunde zur erneuten Auszeichnung Langens als Fairtrade-Stadt an (von links) Martina Hofmann-Becker, Renate Seybold, Margarete Rölz, Hedwig Goldbach, Birgit Alt und Daniela Groß von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt.
+
Wollen fairen Handel voranbringen: Bürgermeister Jan Werner überreichte die Urkunde zur erneuten Auszeichnung Langens als Fairtrade-Stadt an (von links) Martina Hofmann-Becker, Renate Seybold, Margarete Rölz, Hedwig Goldbach, Birgit Alt und Daniela Groß von der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt.

Langen wurde für zwei weitere Jahre als Fairtrade-Stadt zertifiziert. Das Bewusstsein in der Bevölkerung für das Thema steigt kontinuierlich.

Langen – Verantwortungsvoll einkaufen – das geht zum einen, indem man zu Waren und Lebensmitteln aus lokaler Herstellung greift, zum anderen durch den Kauf von fair gehandelten und zertifizierten Produkten. Das Bewusstsein vieler Menschen, mit dem Kauf von fairen Artikeln die Hersteller in ärmeren Ländern zu unterstützen, steigt kontinuierlich, wie die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt erfreulicherweise feststellt. Die Stadt Langen trägt ihren Teil dazu bei: Bereits 2013 zeichnete der in Köln ansässige gemeinnützige Verein TransFair die Sterzbachstadt als Fairtrade-Stadt aus. Jetzt wurde sie zum dritten Mal zertifiziert – und hat das nun schwarz auf weiß.

Die Urkunde, die Langen für weitere zwei Jahre als Fairtrade-Stadt benennt, wurde passenderweise am städtischen Infostand zum „Heimat shoppen“ überreicht. Bürgermeister Jan Werner gratulierte den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt am Stand zur Aktion der Industrie- und Handelskammer, die die hiesige Citymarketing-Initiative umsetzt. „Beides passt sehr gut zusammen. Ein zentraler Akteur in der Steuerungsgruppe ist der Weltladen. Wer in der Bahnstraße 102 einkauft, shoppt bei uns in der Heimat“, sagt Werner. Gleichzeitig helfen Einkäufer, die Lebensbedingungen der Produzenten in ärmeren Ländern zu verbessern. „Das gleiche gilt für alle anderen lokalen Einzelhändler und Gastronomen, die fair gehandelte Produkte anbieten“, hebt der Bürgermeister hervor. Gemeinsam mit den Kirchen, Vereinen und der städtischen Wirtschaftsförderung sowie zahlreichen Akteuren aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Politik haben sie ihren Anteil daran, dass Langen sich der Devise „global denken, lokal handeln“ als Zielsetzung einer gerechteren Wirtschaft verpflichtet fühlt und sich nun zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt nennen darf.

Ein wichtiger Aspekt bei der Re-Zertifizierung ist die Bildungsarbeit vor Ort. Im Unterricht an Schulen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit – wie beispielsweise der Fairen Woche – klärt die Steuerungsgruppe über die Auswirkungen des Welthandels auf abhängige Produzenten auf und will so die Verbraucher für Kaufentscheidung sensibleren. Denn der Kauf von fairen Produkten setzt nicht nur ein Zeichen gegen menschenwürdige Arbeitsbedingungen, sondern schont gleichzeitig die Umwelt. (jrd)

Infos im Internet gibt es auf der Homepage des Langener Weltladens.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare