Startschuss für „BaLu“

Langen: Zweite Salco-Großbaustelle auf Bahnstraße – Schutz für Radfahrer fällt weg

Salco baut an der Bahnstraße 3-7 das Projekt BaLu.
+
Baustelle statt Currywurst: Salco baut an der Bahnstraße 3-7 das Projekt BaLu.

Die Großbaustelle der Firma Salco auf der Bahnstraße in Langen sorgt für Einschränkungen im Straßenverkehr. Besonders Radfahrer sind betroffen.

Langen – Es wird noch enger auf der Bahnstraße: Neben den Bauarbeiten zum Salco Stadtquartier in Höhe Zimmerstraße legt die Langener Baufirma mit ihrem nächsten Projekt in unmittelbarer Nähe los. In der Bahnstraße 3-7 realisiert die Firma Salco ihr Projekt BaLu – ein Gebäude mit Tiefgarage, 20 barrierefreien Eigentumswohnungen und Gewerbefläche im Erdgeschoss.

Die Baustelle wird über den nördlichen Gehweg und die Parkplätze auf die Straße hinausragen. Deshalb wird es ab Freitag, 19. Februar, auf der Bahnstraße auch nahe dem Lutherplatz Einschränkungen geben. Die Fahrbahnbreite wird auf etwa 3,50 Meter verengt.

Da die Bahnstraße wegen der Bauarbeiten in Höhe der Zimmerstraße bereits Einbahnstraße Richtung Lutherplatz ist, ändert sich für Autofahrer nichts, aber für Radfahrer: Nach Angaben der Stadt muss der aktuell eingerichtete Schutzstreifen für Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung wegfallen. Das Radeln auf der Bahnstraße in Richtung Westen ist dann verboten. Zudem fallen einige Parkplätze weg.

Großbaustelle in Langen: Einschränkungen im Straßenverkehr sollen so gering wie möglich bleiben

„Wir wissen, dass solche Einschränkungen im Verkehr gerade in der Innenstadt wenig Begeisterung auslösen“, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Andererseits haben wir als Stadt wenig Einflussmöglichkeiten. Wir bemühen uns in Absprache mit dem Bauträger, Lösungen zu finden, um Eingriffe in den öffentlichen Straßenraum so weit wie möglich zu minimieren. Aber jeder, ob Privatperson oder Firma, hat die Möglichkeit, eine derartige Baustelleneinrichtung zu beantragen.“ Genehmigungsbehörde sei zudem der Kreis.

Auch den Zeitraum der Arbeiten wählt der Bauträger selbst. „Wobei ich es in diesem Fall für sinnvoll halte, dass beide Vorhaben parallel umgesetzt werden. Würden sie hintereinander in Angriff genommen, würden die Einschränkungen auf der oberen Bahnstraße insgesamt deutlich länger dauern“, sagt Löbig. Zudem sei das Verkehrsaufkommen durch die Pandemie deutlich geringer.

Radfahrer in Langen müssen wegen Großbaustelle Umwege machen

Dass der Schutzstreifen für Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung wegfalle, sei bedauerlich. „Aber nach Abwägung aller Aspekte mussten wir erkennen, dass es zu gefährlich wäre, dort Radverkehr in Gegenrichtung zuzulassen“, so der Erste Stadtrat. Denn die Anfahrt der Baustellenfahrzeuge erfolgt über die Bahnstraße. Beim Erdaushub und beim Betonieren der Bodenplatte fahren diese in großer Zahl in den abgesperrten Bereich ein und später in den fließenden Verkehr. „Begegnungsverkehr zwischen Lkw und Radlern wäre ein zu hohes Risiko“, sagt Löbig. Und den Schutzstreifen auf dem kurzen Stück zwischen Taunus- und Schnaingartenstraße bestehen zu lassen, wenig sinnvoll. Zumal die nächste Baustelle kommt, wenn im Mai die barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestelle an der ehemaligen Post beginnt. „Auch, wenn es Umwege bedeutet, bitten wir alle Radler, sich an das Verbot zu halten und die obere Bahnstraße nicht in Gegenrichtung zu befahren“, apelliert Löbig. Als Umleitungen bieten sich die Gartenstraße oder südlich Wiesgässchen und Jahnstraße bis zur Zimmerstraße an.

Um den Lkw-Verkehr zu kanalisieren, hat die Stadt Salco Auflagen gemacht: Lastwagen können sich am hinteren Parkplatz der Stadthalle zum Warten aufstellen und dann auf Abruf über die Zimmer- zur Bahnstraße fahren. Die Abfahrt erfolgt über Lutherplatz, Rhein-, Darmstädter Straße und je nach Fahrziel entweder auf die Südliche Ringstraße zur B 486/A 661 oder weiter Richtung Egelsbach/Darmstadt/B 3.

Der Baubeginn bedeutet auch das Aus für die Grillstation der Hausmanns, die sich interimsmäßig auf dem Gelände befand. „Wir haben die Zeit sehr genossen und danken Salco, dass sie unser Comeback möglich gemacht haben“, verlauteten Silke und Matthias Hausmann und ihr Team bei Facebook. (Julia Radgen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare