Alle paar Meter wird gewerkelt

Langener Bahnstraße: So geht es bei den drei Salco-Baustellen voran

Am weitesten fortgeschritten: Das „Salco-Stadtquartier“ mit seinen drei Mehrfamilienhäusern nimmt langsam Form an.
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Am weitesten fortgeschritten: Das „Salco-Stadtquartier“ mit seinen drei Mehrfamilienhäusern nimmt langsam Form an.

Auf gleich drei Baustellen ist die Firma Salco auf der Langener Bahnstraße parallel zugange. Wie ist der aktuelle Stand der Bauprojekte?

Langen – Wer in diesen Tagen die Bahnstraße entlang schlendert, kann es kaum übersehen: das blau-schwarze Logo der Firma Salco, das einem gefühlt alle paar Meter ins Auge springt. Die Einkaufsmeile ist zurzeit fest in der Hand der Langener Baufirma, auf drei Großbaustellen ist das Familienunternehmen parallel zugange. Die Pandemie hat die Projekte nur kurz ausgebremst. „Einmal kam ein Kran aus Mailand acht Wochen zu spät“, sagt Salco-Geschäftsführer Adrian Khalifé. Auch Bauarbeiter aus dem Ausland hätten es nicht immer leicht, nach Deutschland einzureisen. „Aber inzwischen hat sich alles wieder eingependelt.“

Am weitesten fortgeschritten ist der Bau des „Salco-Stadtquartiers“ in der Bahnstraße 37-43. „Voraussichtlich sind wir im Mai mit dem Rohbau komplett fertig“, sagt Khalifé. Die drei Mehrfamilienhäuser, die 54 Eigentumswohnungen beherbergen werden, wachsen bereits in die Höhe. Das kleinste der drei – das Haus „Cantan“ – ist schon verputzt und hat Fenster. Etwa zwei Drittel der Wohnungen seien verkauft, erklärt Khalifé, der sich freut, Interessenten nun auch Baustellenbesichtigungen anbieten zu können.

Im Erdgeschoss des „Stadtquartiers“ sind bekanntlich zwei Gewerbeflächen vorgesehen. In die eine wird ein Rewe-Markt einziehen. Hier liegt Salco vor dem Zeitplan. „Offizieller Termin für die Eröffnung ist September 2022, wir rechnen aber mittlerweile schon mit dem ersten Quartal 2022“, informiert Khalifé. Für die zweite Ladenfläche befinde man sich in „ernsten Verhandlungen“ mit einem Interessenten.

Auch der Rohbau der Tiefgarage unter dem „Stadtquartier“ ist bereits fertig. Sie soll über mehr als 100 Stellplätze verfügen: die Hälfte davon für Einkäufer, die andere Hälfte für die Bewohner. Khalifé verspricht jedoch „keine Frankfurter Preise“.

Schönheitskur für die alte Post: Die Salco-Zentrale wird renoviert und aufgestockt. Nebenan entsteht ein Neubau mit Gewerbefläche, Praxisräumen und Wohnungen.

Ein paar Meter die Bahnstraße hinauf: Hier steht das ehemalige Postgebäude, das Salco zurzeit unter dem Projektnamen „B26 – die alte Post“ renoviert und um eine weitere Etage aufstockt. Im Erdgeschoss wird die Rossmann-Drogerie einziehen, die zurzeit noch in der Bahnstraße 31-33 beheimatet ist – dann mit einer deutlich größeren Verkaufsfläche von mehr als 700 Quadratmetern. Laut Khalifé ist die Eröffnung für das erste Quartal 2022 vorgesehen. In den oberen Stockwerken ist die Firma Salco selbst vor knapp einem Jahr eingezogen. Das Unternehmen teilt sich die Büroflächen mit der Telekom. Die neue, vierte Etage soll aber Salco allein gehören. „Wir sind in den letzten Jahren gut gewachsen, mittlerweile beschäftigen wir in unserem Büro über 30 Mitarbeiter“, sagt Diplom-Bauingenieur Khalifé. Übrigens: Das Edelstahl-Kunstwerk, das den Eingang der Postbank zierte, wird im Zuge der Baumaßnahmen abgehängt, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder an der Fassade angebracht werden. Spätestens im Herbst 2022 soll das neue Salco-Hauptquartier dann fertig sein.

Auf dem Parkplatz der alten Post entsteht zudem ein Neubau mit ebenfalls vier Etagen. Die Grube für die Tiefgarage mit rund 30 Stellplätzen ist bereits ausgehoben. Im Erdgeschoss ist eine kleine Gewerbefläche vorgesehen (Khalifé: „Uns schwebt Gastronomie oder ein Geschäft vor“), einen potenziellen Mieter hat Salco aber noch nicht an der Angel. Darüber werden sich Arztpraxen und Wohnungen befinden. „Vier bis sechs Ärzte werden dort einziehen, vielleicht sogar mehr“, sagt Khalifé. „Die Nachfrage ist groß, das Gebäude entwickelt sich immer mehr zu einem kleinen innerstädtischen Ärztezentrum.“

Noch ein Stück weiter in Richtung Lutherplatz: Am frischesten ist die Baustelle in der Bahnstraße 3-7 (ehemals Photo Porst, Hausmann-Imbiss und Juwelier Tröger). Hier lässt Salco unter dem Projektnamen „BaLu“ ein fünfstöckiges Gebäude mit 20 barrierefreien Mietwohnungen und 900 Quadratmetern Gewerbefläche entstehen. Die Abrissarbeiten sind beendet, nun geht es an die Planung des Tiefbaus. Khalifé rechnet mit einer Bauzeit bis Sommer 2023. Einen Mieter für die Gewerbefläche zu finden sei allerdings schwierig. Vielleicht werde man sie daher in zwei Läden mit je 450 Quadratmetern aufteilen, so der Geschäftsführer: „Die Firmen haben gerade andere Sorgen als neue Filialen zu eröffnen.“ (Manuel Schubert)

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