Langenerin unterstützt fairen Handel und Projekte für Kinder

Label „meinfrollein“ macht Mode für eine bessere Welt

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Modedesignerin Martina Lewe produziert ganz besondere Strickaccessoires: Von jedem verkauften Produkt spendet sie drei Euro für ein soziales Projekt für Kinder in armen Ländern. Kommende Woche ist Lewe auf der Berlin Fashion Week dabei.  

Langen - Weich, warm und einfach zum Wohlfühlen – mit ihren Strickaccessoires hat sich Martina Lewe 2013 selbstständig gemacht und das Label „meinfrollein“ gegründet. Von Sina Gebhardt

Hinter den kuscheligen Schals und Mützen steckt aber weitaus mehr, als auf den ersten Blick zu erahnen ist: Denn die Designerin hat sich nicht nur dem fairen Handel verschrieben, sondern unterstützt mit ihrem Verkaufserlös Charity Projekte. Stolz und glücklich zeigt Lewe eine selbst gemalte Dankeskarte, die sie aus dem Kinderdorf in Salcajá, Guatemala, erhalten hat. Es war das vierte erfolgreiche Projekt, das sie mit den Einnahmen der vergangenen Saison gefördert hat – ihre Spende von über 2 000 Euro hat die dringend nötige Anschaffung von Nähmaschinen für die dortige Schneiderwerkstatt ermöglicht. Lewe unterstützt ganz bewusst Ausbildungsprojekte, zusammen mit der Stiftung Kinderzukunft: „Da weiß ich, dass meine Spenden zu 100 Prozent ankommen. Und ich denke, es bringt auf lange Sicht viel mehr, wenn man Jugendlichen hilft, sich ein eigenständiges Leben aufbauen zu können.“

Nachhaltigkeit und soziales Engagement wird bei meinfrollein groß geschrieben, nicht nur bei den Spendenprojekten. Ihre Kollektionen sind komplett „Made in Germany“, aus einem einfachen Grund: „Die Produktion in Deutschland ist zwar teuer, aber hier habe ich die Sicherheit, dass die Arbeitsbedingungen stimmen.“ Schon vor ihrer Selbstständigkeit hat Lewe 20 Jahre als Designerin und Produktmanagerin gearbeitet und kennt sich daher in der Textilbranche aus. Einer der Gründe, warum die Langenerin auf Qualität großen Wert legt: „Konkurrenzfähig bleiben.“

Mit ihren Strickaccessoires aus zertifizierter Biowolle, Kaschmir oder feinster Merinowolle verfolgt die zweifache Mutter aber noch einen anderen Zweck: „Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Es ist für mich der Horror, wenn die Menschen mit vollen Tüten aus dem Discounter laufen und man weiß, dass die Kleidung nach einem halben Jahr komplett im Müll landet.“ Um dem Werteverfall entgegenzuwirken, zeichnen sich ihre Produkte durch Langlebigkeit aus und bieten auch einen Mehrwert. So sind viele ihre Strickaccessoires multifunktional, der Poncho kann einfach zum Schal umfunktioniert oder als Stola verwendet werden.

Rund 20 Teile in verschiedenen Farbvariationen umfasst ihre aktuelle Kollektion, die sie über ihren Onlineshop vertreibt und die zudem bei verschiedenen Einzelhändlern deutschlandweit zu finden ist. Sogar bis nach Österreich hat es ihre kuschelige Wintermode schon geschafft und dieses Jahr wird Lewe erstmalig an der Modemesse „Show and Order“ der Berlin Fashion Week teilnehmen. Die zusätzliche Aufmerksamkeit bringt hoffentlich noch mehr Kunden und damit weitere Spenden für ihr derzeit fünftes Charity Projekt: Drei Euro von jedem verkauften Produkt fließen diese Saison nach Rumänien, wo den Auszubildenden zum Koch/Bäcker im Kinderdorf „Satul de Copii Rudolf Walther“ ein spezieller Konditorkurs ermöglicht werden soll.

Das Modejahr 2017: Realität und Retro

Nachhaltig, sozial verantwortungsvoll, fair gehandelt – meinfrollein hat sich vieles auf die Fahne geschrieben, doch dafür können die Kunden auch guten Gewissens die Produkte kaufen. Als Andenken an die geförderten Projekte kommt mit jedem Strickaccessoire von Lewe das Fairtrade Lucky Doll: ein winziges Püppchen, das die Botschaft von meinfrollein in die Welt trägt.

Weitere Informationen zum Langener Model-Label meinfrollein. 

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