Langener sollen Denkanstöße für neue Stadtmitte geben

Langen - Infoveranstaltung zur Bahnstraße / Parkplatzkonzept gilt als Knackpunkt

Langen Wie soll die Bahnstraße der Zukunft aussehen? Das ist die wohl spannendste Frage, auf die in Langen derzeit eine Antwort gesucht wird. Der Prozess des Stadtumbaus geht jetzt nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt in die „entscheidende Phase“. Die Planungen zur Neugestaltung und Aufwertung der Innenstadt sind weiter vorangekommen. Das so genannte Handlungskonzept wird in einigen Wochen in den politischen Gremien diskutiert. Vorher haben die Langener die Möglichkeit, sich bei einem Bürgerabend am Dienstag, 27. Januar, einzubringen. Vertreter der beteiligten Planungsbüros stellen ab 19 Uhr im Rathaus ihre Lösungsansätze vor, ein Gutachter erläutert die Auswirkungen auf den Verkehr.

Langens Stadtmitte mit der Geschäftszone Bahnstraße ist bekanntlich in das Städtebauförderprogramm des Landes Hessen aufgenommen worden. In den kommenden Jahren kann die „City“ deshalb mit Geldern des Bundes und des Landes umgemodelt und aufgewertet werden. Schwerpunkte sind Bahnstraße und Lutherplatz.

„Der Stadtumbauprozess ist ein wichtiges Thema für alle Langener“, sagt Verwaltungschef Gebhardt und wünscht sich ein volles Haus. Nimmt man den Workshop im vergangenen Oktober zum Maßstab, kann es zumindest quantitativ nur besser werden. Seinerzeit waren gerade mal 30 Leute gekommen, die meisten davon unmittelbar Betroffene, also Eigentümer und Geschäftsleute aus der Innenstadt. Das wird am nächsten Dienstag hoffentlich anders. Die Stadtmitte ist aus Gebhardts Sicht ein Bereich, „der maßgeblich zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt beiträgt“. Deshalb sei es wichtig, möglichst viele Meinungen in die Pläne einfließen zu lassen.

Sie sehen zum Beispiel vor, auf der Bahnstraße mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen, damit der Einkaufsbummel Erlebnischarakter bekommen kann. Damit einher geht ein neues Parkplatzkonzept. Die Autos sollen zu großen Teilen aus der ersten in die zweite Reihe verschwinden – ein Ansatz, der bei vielen Händlern auf Skepsis stößt. Sie fürchten, dass Kunden wegbleiben.

Dabei sollen in der Summe keine Stellplätze wegfallen, es könnten sogar mehr werden. „Wir wollen das ungeordnete Hinterhofbild aufwerten und Parkspangen schaffen“, sagt Berthold Gruben vom Fachdienst Bauwesen, Stadt- und Umweltplanung. Das kann freilich nur gelingen, wenn Eigentümer und Gewerbetreibende mitspielen. Ansonsten sei der Prozess zum Scheitern verurteilt, befürchtet Frieder Gebhardt.

Der Bürgermeister und die Fachleute der Verwaltung würden gerne wissen, wie die Langener darüber denken. Zur besseren Organisation bittet die Stadt bei Teilnahme am 27. Januar um eine kurze Mitteilung an Claudia Emrich, 203-601. Alternativ kann auch eine E-Mail an cemrich@langen.de geschickt werden. Wer kurzfristig kommt und sich nicht angemeldet hat, kann trotzdem seine Meinung sagen. Zum Thema Stadtumbau finden sich weitere Informationen im Internet unter:

www.langen.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare