Pioniere im Mikrokosmos

Wissenschaftspreis rückt Arbeit junger PEI-Forscher ins Rampenlicht

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Strahlende Gesichter bei der Feierstunde: (von links) Walter Metzger (Sparkasse Langen-Seligenstadt), Privatdozent Dr. Christian Buchholz (Betreuer von Preisträger Dr. Ruben Bender, der verhindert war), die Preisträger Emina Wild und Dr. Felix Husslik sowie Bürgermeister Frieder Gebhardt, Professor Stefan Vieths (PEI) und Professor Johannes Löwer (Verein zur Förderung des Langener Wissenschaftspreises). 

Langen - Drei junge Wissenschaftler im Rampenlicht: Bereits zum sechsten Mal haben das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und der Verein zur Förderung des Langener Wissenschaftspreises den Langener Nachwuchswissenschaftspreis vergeben.

Der mit 500 Euro dotierte erste Preis geht an Emina Wild, den mit 300 Euro dotierten zweiten Preis erhält Dr. Felix Husslik und der mit 200 Euro dotierte dritte Preis geht an Dr. Ruben Bender. Finanziert wird die Auszeichnung von der Sparkasse Langen-Seligenstadt. Gestern erhielten die Preisträger ihre Urkunden – zu den ersten Gratulanten zählten Bürgermeister Frieder Gebhardt, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Langener Wissenschaftspreises, Professor Johannes Löwer, sowie PEI-Vizepräsident Professor Stefan Vieths. Gebhardt betonte bei der Feierstunde, es habe sich zu einer schönen Tradition entwickelt, junge Wissenschaftler auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen. „Wir vergeben den Preis zum sechsten Mal und können damit zeigen, dass nach wie vor das Paul-Ehrlich-Institut als Ausbildungsstätte für Wissenschaftler und die Stadt Langen als Standort für Forschung und Lehre ein Sprungbrett für eine Zukunft in der Forschung sein können.“

Alle prämierten Forschungsarbeiten (für die natürlich nicht allein die Preisträger, sondern ganze Teams verantwortlich zeichnen) stehen in Zusammenhang mit den Aufgaben des PEI – ein Umstand auf den Professor Vieths Wert legt: „Seit jeher zeichnet sich das Paul-Ehrlich-Institut durch die konsequente Verbindung von Arzneimittelprüfung und vielfältiger Forschung aus. Die Preisträger sind dafür ein gutes Beispiel.“

Emina Wild ist Erstautorin einer Publikation in der Zeitschrift „Toxicology In Vitro“. Die dort beschriebene Methode trägt das Potential in sich, zu einem Ersatz von Tierversuchen für die Wirksamkeitsbestimmung von sogenannten BoNT-Produkten beizutragen. Diese werden in Kosmetika und in Medikamenten zur Behandlung neurologischer Erkrankungen verwendet. Bisher basiert die Bestimmung vor allem auf Tests an Mäusen; Schätzungen von 2010 gehen davon aus, dass dafür weltweit mehr als 600.000 Tiere benötigt werden.

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Dr. Felix Husslik ist Erstautor eines Beitrags in der Zeitschrift „Clinical and Experimental Allergy“. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit haben besondere Bedeutung für Menschen, die an einer Lebensmittelallergie gegen Soja leiden, die mit einer Pollenallergie gegen Birken zusammenhängt. Die Soja-Allergie kann lebensbedrohliche allergische Reaktionen auslösen. Auch ihr Nachweis ist mit Risiken verbunden, da sie nur über einen Provokationstest erfolgen kann. Husslik hat ein diagnostisches Werkzeug entwickelt, das zwischen einer Birken-Soja-Allergie und -Toleranz unterscheiden kann, was für die zukünftige Testung von großer Bedeutung ist.

Dr. Ruben Bender hat in der Zeitschrift „PLOS Pathogens“ publiziert. Er und sein Team haben einen Beitrag für die Entwicklung von effizienten und vor allem selektiven Transportvehikeln für die Gentherapie geleistet. (cor)

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