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Lebensgefährliche Ignoranz am Freibad: Stadt Langen will künftig härter durchgreifen

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Es ist klar und deutlich ausgeschildert: Entlang des Freizeit- und Familienbades an der Teichstraße ist Halten und Par-ken streng verboten. Trotzdem setzten sich am Wochenende einige Besucher darüber hinweg.
Es ist klar und deutlich ausgeschildert: Entlang des Freizeit- und Familienbades an der Teichstraße ist Halten und Par-ken streng verboten. Trotzdem setzten sich am Wochenende einige Besucher darüber hinweg. © Stadt

Das Falschparker-Problem an Freibädern und Seen hält sich hartnäckig. Rücksicht auf Rettungswege? Fehlanzeige. Die Stadt reagiert – und lässt nun rigoros abschleppen.

Langen – Nicht nur am Strandbad am Waldsee war am ersten heißen Sommerwochenende einiges los. Auch im Freizeit- und Familienbad suchten die Menschen Abkühlung. Viele kamen mit dem Auto zum Freibad in der Teichstraße, wo die beiden Parkplätze laut Stadt „restlos gefüllt“ waren. Etliche Fahrer stellten ihre Wagen dann verbotswidrig im absoluten Halteverbot ab. Da sie damit Rettungswege blockieren, wird die Stadt Falschparker dort ab sofort rigoros und ohne Vorwarnung abschleppen.

„Sommerzeit ist Badezeit“, sagt Langens Bürgermeister Jan Werner. „Und wir freuen uns natürlich, wenn viele Menschen in unserem Freizeit- und Familienbad Abkühlung und Spaß suchen. Aber dafür müssen sie sich eben in und auch vor dem Bad an die Regeln halten“, so der unmissverständliche Appell des Rathaus-Chefs.

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Verständnis für das Falschparken hat man im Langener Rathaus keines. „An der Teichstraße ist entlang des Freibads eindeutig Halteverbot ausgeschildert, ergänzt um den Zusatz Rettungsweg“, erläutert Erster Stadtrat Stefan Löbig. Notarzt, Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei – sie alle müssen in einem Notfall so schnell wie möglich den Einsatzort erreichen können. „Wenn Menschenleben in Gefahr sind, geht es um jede Sekunde. Da kann ein zugeparkter Rettungsweg über Leben und Tod entscheiden“, appellieren Bürgermeister Werner und Erster Stadtrat Löbig unisono an der Vernunft der Badbesucher.

Das betrifft nicht nur Einsätze im Freizeit- und Familienbad selbst. Der Magistrat weist darauf hin, dass Rettungskräfte auch den Paddelteich oder die Schrebergärten nahe dem Mühltal über die Teichstraße anfahren. Aus diesem Grund kündigt die Stadt an, ab sofort falsch parkende Autos unverzüglich abschleppen zu lassen.

Teures Falschparken: Stadt Langen verweist auf Fahrradabstellplätze am Freibad

Für die Betroffenen wird das teurer: Zusätzlich zur Ordnungswidrigkeit (25 Euro) müssen sie noch die Abschleppgebühren übernehmen und nach Offenbach fahren, um ihr Fahrzeug abzuholen. „Das alles kann man sich sparen, indem man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus kommt“, betonen Löbig und Werner. Fahrradparkplätze sind am Freibad in großer Zahl vorhanden.  

Nicht das erste Mal, dass rücksichtslos parkende Badegäste in Langen für Unmut bei den Verantwortlichen sorgen: Während der Hitzewelle im Juni 2021 löste ein Ansturm am Langener Waldsee ein Park-Chaos aus. Auch da musste die Polizei eingreifen – und ließ Falschparker teuer abschleppen. (jrd)

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