Ausstellung mit Werken von Professor Johannes Schreiter

Licht-Zeichen in Linnich

Linnich in Nordrhein-Westfalen und Langen in Hessen liegen weit auseinander und haben auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam. Und doch verbindet die beiden Städte die Glasmalerei miteinander.

Langen – Das Museum Glas/Werke/Langen in der Stadthalle und das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich machen deutlich, dass diese Kunstform höchsten qualitativen Ansprüchen genügt und eine autonome Ausdrucksform vertritt. Jetzt zeigt das Spezialmuseum in Linnich erlesene Werke des national und international renommierten Künstlers Johannes Schreiter, der in Langen lebt, mit seiner Kunst hier sichtbar ist und mit dessen Hilfe die Stadt eine qualitativ hochwertige Sammlung zur zeitgenössischen Glasmalerei zusammentragen konnte.

Glasmaler Johannes Schreiter

Die Sonderausstellung „Licht-Zeichen. Die Kunst von Johannes Schreiter“ wird am Sonntag, 24. März, um 11.30 Uhr eröffnet. Das Deutsche Glasmalerei-Museum befindet sich im Ortskern von Linnich, der nördlichsten Stadt im Kreis Düren zwischen Aachen und Mönchengladbach. Das lichtdurchflutete Museum bietet in stilgerecht sanierten Räumen einer ehemaligen kurfürstlichen Wassermühle aus dem 17. Jahrhundert auf sieben Ebenen mit rund 1 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Vielzahl unterschiedlicher Exponate. In einer Werkstatt können die Besucher innerhalb organisierter Workshops eigenhändig die Technik der Glasmalerei in Einzelschritten nachempfinden. Linnich mit seinen rund 13 000 Einwohnern empfahl sich als Standort für das 1997 eröffnete Museum, weil dort seit 1857 die älteste noch tätige Glasmalereiwerkstatt Deutschlands beheimatet ist. Glasmalerei ist zudem Teil der historisch gewachsenen regionalen Kulturlandschaft.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf den Glasgemälden des 20. und 21. Jahrhunderts. Da darf ein Künstler wie Professor Johannes Schreiter nicht fehlen, der dort neben anderen Größen wie Georg Meistermann, Johan Thorn Prikke und Heinrich Campendonk präsent ist. Als „grandiose Bereicherung“ für seinen Bestand wertet das Deutsche Glasmalerei-Museum das „Musikfenster“, das der Langener Glasmaler Anfang der 1980er Jahre für die Heiliggeist-Kirche in Heidelberg entworfen hatte. Anknüpfend an die lange freundschaftliche Bindung zu Schreiter zeigt Linnich nun die Sonderausstellung mit Werken des Professors aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und einige seiner jüngeren Glasbilder. „Wer ein Faible für die Farbenpracht der Glasmalerei hat, wird von einem Besuch dieser Schau bestimmt fasziniert sein“, sagt der Langener Kulturfachdienstleiter Joachim Kolbe, der auch für die Glas/Werke/Langen verantwortlich ist.

Die Schreiter-Ausstellung dauert bis zum 27. Oktober und ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Vernissage am 24. März wird musikalisch begleitet von Gunar Letzbor aus Österreich, der Stücke des Violinisten und Komponisten Johann Joseph Vilsmayr spielt, der 1722 in Salzburg gestorben ist.

Infos im Internet

glasmalerei-museum.de

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