Der nächste Schritt hat begonnen

Liebigstraße Nord in Langen: Projektentwickler Bonava startet Bau der Erschließungsstraße

Spatenstecher: Bei schönstem Wetter gaben die Verantwortlichen von Bonava und Stadtverwaltung den Startschuss für die Erschließung des neuen Baugebiets. Foto: Strohfeldt
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Spatenstecher: Bei schönstem Wetter gaben die Verantwortlichen von Bonava und Stadtverwaltung den Startschuss für die Erschließung des neuen Baugebiets.

Die Protagonisten strahlen mit der Sonne um die Wette: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben die Verantwortlichen des Projektentwicklers Bonava und der Stadt den Startschuss für die Erschließung des Baugebiets Liebigstraße Nord gegeben. 

Langen - Auf dem knapp 18,5 Hektar großen Areal zwischen Hans-Kreiling-Allee und Liebigstraße wird das Unternehmen mit Sitz in Fürstenwald gemeinsam mit weiteren privaten Bauherren eine Siedlung mit hunderten Wohnungen und Häusern, Geschäften, Kitas und einer neuen Grundschule errichten. Die Voraussetzungen dafür wird Bonava schaffen, indem der Projektentwickler, der in Langen in den vergangenen Jahren bereits 357 Wohneinheiten geschaffen hat, nach der Umlegung nun auch die zentrale Erschließung übernimmt.

„Wir haben uns vor vier Jahren in ein Abenteuer gestürzt“, sagt Geschäftsführer Andreas Fohrenkamm. Die Geschichte von Bonava in Langen reiche sogar noch weiter zurück: Vor acht Jahren kaufte das Unternehmen, damals noch unter dem Namen NCC, das erste Grundstück in der Stadt. „Damals gab es hier keinen Wohnungsbau, waren keine Kräne zu sehen. Wir waren der Vorreiter“, erinnert sich Fohrenkamm. Und mit Blick auf die seitherige Entwicklung sagt er: „Unsere Mitarbeiter hatten den richtigen Riecher.“

Noch während das Gebiet an der Elisabeth-Selbert-Allee wuchs, richtete sich der Blick dann auf die andere Seite der Hans-Kreiling-Allee, genauer gesagt auf die Liebigstraße Nord. Nach Unterzeichnung eines städtebaulichen Vorvertrages übernahm Bonava 2016 die zentrale Entwicklung und begann mit der Bündelung der stark fragmentierten Grundstücke. Im Rahmen eines Umlegungsverfahrens wurden erfolgreich Verhandlungen mit rund 170 Grundstückseigentümern geführt. Zuletzt befanden sich der Wertstoff- und Betriebshof der Kommunalen Betriebe (KBL), Kleingärten und zahlreiche Brachflächen auf dem Gelände.

Vision: So soll das Wohngebiet Liebigstraße Nord in ein paar Jahren aussehen. Visualisierung: Bonava

Nun folgt der nächste Schritt: Während an der Hans-Kreiling-Allee bereits der Bau des „Römerquartiers“ mit 153 Wohneinheiten begonnen hat (unsere Zeitung berichtete), werden von der Liebigstraße her die Erschließungsstraßen erstellt. Als Erstes wird die große Querspange zur Kreiling-Allee hin in Angriff genommen; sie soll den Namen Alte Römerstraße tragen. Wenn sie in rund einem Jahr fertig ist, kann an ihr auch bereits der Bau erster Häuser beginnen, erklärt Projektleiter Michael Klemm. Zudem sollen dann die kleineren Wohnstraßen entstehen. Die aktuelle Corona-Krise mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen hat im Übrigen keinerlei Auswirkungen auf das Projekt, wie Geschäftsführer Fohrenkamm betont.

Bonava plant nach aktuellem Stand einen Mix aus insgesamt rund 750 Miet- und Eigentumswohnungen, Reihen-, Doppel- und Kettenhäusern. Dazu kommen Gemeinschafts- und Begegnungsflächen, Grünanlagen und Spielplätze, die zum Treffpunkt der künftigen Nachbarn werden und ein angenehmes Wohnumfeld schaffen sollen. „Wir verwenden unsere Visionen nicht nur zu Marketingzwecken, sondern setzen sie auch in die Tat um“, sagt Fohrenkamm.

„Bonava hat sich stets als sehr fairer Partner präsentiert“, hob Bürgermeister Frieder Gebhardt hervor. Er erinnerte noch mal daran, dass die Flächen an der Liebigstraße ursprünglich für Gewerbe reserviert waren, aber nicht als solche nachgefragt waren und jahrzehntelang brach lagen. Nun könne dort im Rhein-Main-Gebiet stark nachgefragter Wohnraum entstehen, so der Bürgermeister.

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