Gründungsdatum ist ungewöhnlich, die Spendenbilanz der „Diener“ höchst eindrucksvoll

Lions Club Langen ist runde 20 Jahre alt

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Zwei Jahrzehnte Lions-Engagement in Langen für gute Zwecke – das ist allemal ein Grund zum Feiern. Das Foto zeigt die Festgesellschaft; die Langener Präsidentin Dr. Elke Vietor (sitzend, Mitte) wird flankiert vom bisher einzigen deutschen Weltpräsident der Lions-Organisation, Eberhard Wirfs (links), und dem Districtsgovenor und Langener Ehrenmitglied Michael Stritter. Stehend hinter Wirfs: Assja Kruse, Präsidentin der Lions Hofheim Rhein-Main – Patenclub der Langener.

Langen - Der Lions Club Langen ist runde 20 Jahre alt. Gegründet an dem einen besonderen Tag, der ein Schaltjahr ausmacht, können die Langener „Löwen“ streng genommen nur alle vier Jahre richtig „Geburtstag“ feiern. Von Holger Borchard

Am Dienstagabend haben die rund zwei Dutzend Mitglieder dies mit Weggefährten und Gästen ausgiebig getan. „We Serve – wir dienen“, lautet das Motto der Lions. „Wir nehmen das sehr ernst und sind stolz auf jede geleistete Spende für einen guten Zweck“, betont Dr. Elke Vietor, aktuelle Präsidentin des Langener Lions Clubs, in ihrer Begrüßungsansprache. Was der 1996 von Männern und Frauen – „die nicht so häufig vorkommende Zusammensetzung bei uns Lions“, so Vietor – begründete Club über zwei Jahrzehnte geleistet hat, lässt sich in einer eindrucksvollen Summe auf den Punkt bringen. „Wir haben ungefähr 180.000 Euro zusammengetragen und damit circa 30 Projekte und Gruppierungen vor allem in Langen, aber auch weltweit unterstützt“, bilanziert Vietor.

Mit den Lions freuen konnten sich zum Beispiel die Langener Tafel, die Tuckermann-Wohnanlage, die Hospizgruppe Langen, die Erich-Kästner-Schule, die Initiative „Hand in Hand“ der evangelischen Kirche oder die Jukifarm. International habe man unter anderem Sight First gefördert – eine Lions-Initiative zur Behandlung von Augenerkrankungen in Afrika und Südamerika. Eine große Summe, mitfinanziert von Langener Geschäftsleuten, ging über die Organisation Luftfahrt ohne Grenzen nach dem Reaktorunfall nach Fukushima. Auch ein Behindertenheim in Mumbai (Indien) mit persönlicher Beziehung nach Langen erhielt eine größere Geldspende. „Wir sind ein ungewöhnlicher Club, wie man nicht nur an unserem Gründungsdatum ablesen kann“, stellt die Präsidentin fest. Seinerzeit ins Leben gerufen von – „damals“ – überwiegend jungen Mitgliedern, „von denen viele sich in Gründung einer Familie beziehungsweise am Start der Karriere befanden“, so Vietor, sei man vom ersten Tag an besonders gefordert gewesen, um alle Aktivitäten stemmen zu können.

„Red nicht soviel – mach’s einfach“

Besonderen Dank richtet die Präsidentin in diesem Zusammenhang an die Gäste von den zwei Lions Clubs aus Hofheim. „Eberhard Wirfs hat damals persönlich Pate für uns gespielt – er ist im Übrigen der bisher einzige deutsche Weltpräsident der Lions-Organisation. Und der Hofheimer Lions Club um seine aktuelle Präsidentin Assja Kruse ist seit 20 Jahren unser Patenclub“, erinnert Vietor. Apropos: „Erinnern will ich auch an unsere Gründungspräsidentin Johanna Weise-Manus, die leider im November 2014 verstorben ist“, so Vietor. „Ihr Motto war immer: ,Red nicht soviel – mach’s einfach.’ Aufgrund ihrer Initiative in Verbindung mit Nicole Lindemann, ihrer späteren Vizepräsidentin, die heute aus Österreich zu uns gekommen ist, wurde ein Ort im Kreis Offenbach gesucht, der noch keinen Lions Club hatte. So kam es zur Gründung der Lions Langen.“

Durch den Kontakt zu den zahlreichen Empfängern der über die Jahre erlösten Spenden habe der Lions Club viele Einblicke in die soziale Situation Langens erhalten und so erkennen können, wo Hilfe dringend gebraucht wurde. „Wir haben dabei stets Projekte priorisiert, die nicht durch öffentliche oder private Mittel finanziert werden. Und wir danken den vielen Spendern und Künstlern, die uns auf unserem Weg unterstützt haben und dies hoffentlich auch weiter so engagiert tun werden“, unterstreicht Vietor und ergänzt das Lions-Motto um das bekannte Zitat von Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es“. Musikalisch umrahmt wird der Festabend vom Alexander-Hanke-Quartett der Langener Musikschule. Für Aha-Effekte sorgt die genial-raffinierte Zaubershow der Künstlerin Michelle Spillner.

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