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Zum zweiten Mal nach 2008 versteigert die Stadt Fundsachen online. Der Startschuss für die Auktion im Internet fällt am Donnerstag, 8. April, um 18 Uhr.

Langen ‐ Zum zweiten Mal nach 2008 versteigert die Stadt Fundsachen online. Der Startschuss für die Auktion im Internet fällt am Donnerstag, 8. April, um 18 Uhr. Wer auf Schnäppchenjagd gehen und schauen will, ob etwas nach seinem Geschmack dabei ist, kann sich im Internet jetzt schon ein Bild machen von dem, was da so alles unter den virtuellen Hammer kommt. Von Frank Mahn

„Im Angebot sind hauptsächlich Fahrräder“, berichtet die Leiterin des Bürgerbüros, Heike Kahse. Dazu kommen Handys, Schmuck und Uhren. Alles andere als alltäglich ist ein Rollstuhl, der ins Fundbüro gebracht wurde. Ein Fotoapparat der Marke Olympus, eine Videokamera und ein Doppelkassettendeck können ebenfalls per Mausklick ersteigert werden.

Das Procedere: Für jeden Gegenstand ist ein Höchst- und ein Mindestgebot festgelegt. Die Auktion fängt mit dem Höchstpreis an und nähert sich dann in Cent-Schritten immer mehr dem Niedrigstpreis. Bieter haben die Möglichkeit, vorneweg einen Kaufbetrag anzugeben oder sie schlagen zu einem beliebigen Zeitpunkt zum aktuellen Preis zu. Die Auktionen dauern maximal zehn Tage.

Kahse verdeutlicht den Ablauf an einem Beispiel. Für ein Fahrrad gelten ein Höchstpreis von 100 und ein Mindestpreis von zehn Euro. Bieter 1 trägt sich mit einem Gebot von 41,50 Euro in die Liste ein, Bieter 2 mit 66,30 Euro. Als die „Uhr“ im Laufe der Aktion auf 79,90 Euro steht, gibt Bieter 3 ein Gebot für diesen Preis ab und erhält den Zuschlag. „Auf die Fundsachen gibt es keine Garantie oder Gewährleistung“, betont Kahse. Umtausch oder Rücktritt vom Kauf sind ausgeschlossen. Die Gegenstände müssen unverzüglich im Rathaus gegen Bezahlung abgeholt werden.

Versteigert werden nur Sachen, die länger als ein halbes Jahr im Fundbüro aufbewahrt wurden und für die keine Eigentümer ermittelt werden konnten. Ansprüche können bis 7. April, 12 Uhr, geltend gemacht werden. Die Premiere vor zwei Jahren war ein voller Erfolg. Alle 65 Fundsachen fanden neue Besitzer. Erlös für die Stadt: 1.352 Euro.

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