Medienscouts an der ARS

Die Älteren müssen’s ja wissen

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Die Medienscouts der Reichwein-Schule wissen über die neuesten Trends in der virtuellen Welt Bescheid. Begleitet werden sie von Lehrer Martin Kurz.  

Langen - Die Übernahme von WhatsApp durch Facebook macht’s deutlich: Die Zukunft liegt im Internet, die junge Generation wächst mit Sozialen Netzwerken auf – längst nicht mehr nur mit Facebook, sondern eben auch mit WhatsApp, ask. fm oder Snapchat.

Aufklärung über die damit verbundenen Chancen und Gefahren ist nötiger denn je – an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) sind Medienscouts damit beauftragt, die Jüngeren zu sensibilisieren. Für Jugendliche sind sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Soziale Netzwerke prägen mehr und mehr den Schulalltag, auch an der Adolf-Reichwein-Schule. Dabei können durchaus Problemen auftreten, besonders bei jüngeren Schülern, die gerade erst in solche Netzwerke eingestiegen sind. Nicht selten kommt es zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder Cybermobbing.

Die Medienscouts sorgen deshalb schon früh für Klarheit. Sie sind speziell ausgebildete ältere Schüler aus den Jahrgängen neun und zehn. In Teams gehen sie in die Jahrgänge fünf bis sieben und bringen den Schülern den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzen näher. Themen sind zum Beispiel Grundsatzfragen, Persönlichkeitsschutz, Profileinstellungen, Umgang mit Fotos und persönlichen Daten, Datenschutz allgemein, Copyright und Passwortschutz. Zudem stehen die Medien-scouts jeweils einer siebten Klasse ein ganzes Jahr lang als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie sind quasi virtuelle Streitschlichter und Mentoren. Neben dem technischen Wissen haben sie sich soziale Kompetenz angeeignet – wichtig ist natürlich auch das Rollenverständnis als Vorbild. Begleitet wird die Gruppe der Medienscouts von Lehrer Martin Kurz.

Noch vor gut einem Jahr war lediglich Facebook im Fokus der Medienscouts. Inzwischen nutzen viele Jugendliche auch andere Netzwerke, wie WhatsApp oder Snapchat. Deswegen haben sich alle Medienscouts, insgesamt 16 Jugendliche der Abschlussklassen, jüngst zu einem Projekttag getroffen, um sich über neuere Trends zu informieren und dazu eigenständig Präsentationen zur Schulung und Aufklärung zu erstellen. Damit ziehen sie nun in die jüngeren Klassen und gestalten in Anwesenheit des jeweiligen Klassenlehrers eine Doppelstunde. Neu ist in diesem Zuge eine Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Projekt „Digitale Helden“. Die Medienpädagogin Beate Kremser gesellte sich am Projekttag zu den Jugendlichen und half ihnen bei ihrer Recherche und den ersten Schritten. Über das schulübergreifende „Digitale Helden“-Projekt sind die Medienscouts über die eigene Schule hessenweit vernetzt.

Whatsapp-Alternativen im Test

Kollegium, Elternschaft und Schulleitung ist bewusst, dass Schule einen Auftrag zur Medienerziehung hat. Es ist notwendig, den verantwortungsvollen Umgang mit Sozialen Netzwerken nicht allein im Elternhaus, sondern auch in der Schule zu vermitteln. Das Konzept ist seit Ende 2010 erprobt und seit Januar 2012 auf eine breite Basis gestellt. Einen Überblick zum Konzept der Medienscouts liefert eine Präsentation, die auf der Internetseite (Stichwort „facebook-und-schule-medienscouts-konzept“) zu finden ist.

cor

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