Asklepios will weiter wachsen

Millionen für den Klinik-Standort

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Langen - Die Geschäftsführung der Asklepios Klinik will in den kommenden zehn bis 15 Jahren weitere Millionen in den Ausbau des Krankenhauses investieren. Dazu bedarf es der Planungssicherheit – und da kommen Verwaltung und Politik der Stadt Langen ins Spiel. Von Holger Borchard 

Im Rathaus müsste man den aktuell gültigen Bebauungsplan für das Klinikareal überarbeiten beziehungsweise neu aufstellen. Beim Magistrat stößt das Ansinnen der Klinikleitung auf Wohlwollen. Denn einerseits weiß man, was man an dem medizinischen Angebot vor der Haustür hat und andererseits ist rund um die Klinik von kommunaler Seite keine andere als klinikaffine Bebauung erwünscht, um der Entstehung eines „Mini-Stadtteils“ einen Riegel vorzuschieben.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Magistrat den Stadtverordneten, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Klinik-Expansion zu schaffen. Unter anderem beabsichtigt Asklepios, im Süden des Geländes die Klinik für Psychische Gesundheit zu vergrößern. Hintergrund ist die Aufnahme einer zusätzlichen Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in den Krankenhausplan des Landes Hessen. An Raum gewinnen sollen auch das zentrale Bettenhaus, der Behandlungsbau und die Noteinsatzfahrzeugzentrale. Zudem sollen ein Konferenz- und Schulungszentrum, Parkdecks und eventuell ein Personalwohnheim hinzukommen.

Die Asklepios Klinik mit ihren gut 430 Betten und mehr als 450 Beschäftigten ist für Langen und den Kreis Offenbach das zentrale Krankenhaus. Pro Jahr werden rund 35.000 Patienten in den sieben Fachabteilungen behandelt. Die Klinik übernimmt einen Großteil der Notfallbehandlung im Kreis Offenbach und ist akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt. Mittlerweile reicht ihr Einzugsgebiet über die Kreisgrenzen hinaus. Um den Betrieb bei steigenden Fallzahlen aufrechtzuerhalten und somit die medizinische Versorgung sicherzustellen, führt nichts an einer Erweiterung vorbei. Dafür will das Krankenhaus mit Unterstützung des Landes Hessen in den nächsten drei Jahren mehr als 15 Millionen Euro investieren.

Tag der offenen Tür in der Asklepios Klinik

Seit 2002 gibt es an der Röntgenstraße immer wieder Umbauten und Erweiterungen. „Die Klinik hat seit ihrer Privatisierung eine enorm positive Entwicklung genommen und sich einen sehr guten Ruf im Rhein-Main-Gebiet erworben“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt. „Das Angebot des Hauses, sein Rettungsdienst und seine gute Zusammenarbeit mit örtlichen Arztpraxen und dem Ärztezentrum ist ganz entscheidend für eine optimale medizinische Versorgung in unserer Stadt.“

Die Stadtverordneten diskutieren am Dienstag, 19. April, im Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr über das Thema. Die Beschlussfassung steht für ihre Sitzung am Donnerstag, 11. Mai, auf der Tagesordnung.

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