Rasende Reporter der Ferienspielstadt berichten

Mini-Langen – kleine Leute, große Verantwortung

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Redaktionssitzung: der tägliche Zeitungsworkshop der Spielstadt, auf dem Bild von links: Jannis, Kyra, Betreuer Malte, Amelie, Betreuer Tim, Sara, Aurelia und Lukas.

Langen – 47 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren verbringen ihre Ferien von Montag bis heute in „Mini-Langen“, der Spielstadt im Jugendzentrum. Dort geht es ganz wie im wahren Leben zu. Es gibt eine Währung und verschiedenste Berufe – so auch Zeitungsmacher.

Und von diesen stammt der folgende Bericht: Wir Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren wählen an jedem Vormittag aus verschiedenen Berufen aus – bei der Bank, in einer Werkstatt, beim Radio, in der Zeitungsredaktion, im Kreativstudio oder in der Kantine, um nur einen Bruchteil zu nennen. Mit Mini-Jobs am Nachmittag können wir unser Geld verdienen, aber bevor es überhaupt jeden Tag losgeht, versammeln wir uns immer auf dem Dorfplatz. Hier werden Dinge des Vortags besprochen und die täglichen Arbeitsangebote ausgegeben. Klar war hier, dass es für jeden Beruf immer nur eine begrenzte Anzahl von Jobangeboten gibt. Deswegen war auch die Schlange beim Arbeitsamt morgens meterlang.

Von der Geldvernichtungs-Schlagzeile bis zu Wetter, Witz des Tages und Werbung: Die Mini Langener Nachrichten hielten die jungen Bürger Tag für Tag auf dem Laufenden.

Unsere Währung nennt sich Mini-Langener Mark und ist sehr wichtig für die Woche. Wir können mit unserem verdienten Geld zum Kiosk gehen, das Mittagessen bezahlen, aber es auch bei der Bank anlegen, bei Versteigerungen mitbieten und einiges mehr. Bei den Mini-Jobs am Nachmittag gibt es zum Beispiel die Polizei, den Tellerwäscher, den Postboten, die Mitarbeit bei Kiosk-Klaus oder den Ersthelfer.

Am Ende jedes Tags treffen wir alle uns wieder auf dem Dorfplatz, wo Versteigerungen, die täglich demokratisch abgehaltene Bürgermeister- und Vizebürgermeisterwahl, manchmal die Kür eines Ehrenbürgers und die Verabschiedung stattfinden. Die Bürgermeister haben große Bedeutung für Mini-Langen, weil sie in ihrer Amtszeit zum Beispiel das Gehalt, das Essensgeld und sogar die Pausenzeiten neu regeln dürfen.

Wichtig zu erwähnen sind noch die täglichen Sensationen und Skandale in Mini-Langen. Beispielsweise wurde Klaus’ Kiosk ausgeraubt – komischerweise wurden nur die Süßigkeiten geklaut. Dann gab es noch eine Entführung mit Lösegeldforderung, die zum Glück gut ausgegangen ist, weil alle Bürger zusammenlegten, um das Lösegeld zu bezahlen, und Schmutzfinken haben Wände beschmiert. Die zwei letzgenannten Taten gingen aufs Konto einer „Black-Gang“, die gefasst wurde, weil die Polizei gute Arbeit leistete. Auch Falschgeld war im Umlauf; die Bank prüfte und zog es aus dem Verkehr.

Gute Eltern-Kind-Bindung bildet Fundament fürs Leben

Zuletzt noch O-Töne der Bürger von Mini-Langen:

Janosch (12): „Ich fand die chillige Atmosphäre klasse und dass die Berufschefs echt nett waren.“

Emilia (7): „Ich war sogar mal Bürgermeisterin, das war spannend, weil ich die Preise vom Kiosk billiger gemacht habe und mit der Bank über die Bezahlung der Berufe geredet habe.“

Max (jetzt 13): „Weil es in Mini-Langen an jedem Tag andere Berufe zur Auswahl gab, wurde es mir nie langweilig.“

Sophie (11): „Mir gefällt, dass jeden Tag ein neuer Bürgermeister gewählt wird, weil es dann auch jeden Tag neue Regeln gibt.“

Marie (7): „Das Kochen für die anderen Bürger finde ich klasse und eigentlich habe ich diese Woche an allen Angeboten Spaß.“

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