Minister als Mutmacher

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Finanzminister Dr. Thomas Schäfer sprach den rund 200 Gästen in der Stadthalle Mut zu – in jeder Beziehung.

Langen ‐ Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft oder sind unter Umständen der Beginn einer solchen. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer kann sich in einer ruhigen Minute – vielleicht nach der Kommunalwahl – einen aus Langener Äpfeln gekelterten Ebbelwoi einschenken. Von Frank Mahn

Zu verdanken hat er das Bärbel Thomin-Schäfer. Anlässlich des Bürgerempfangs des Langener CDU-Stadtverbandes am Donnerstagabend gab ihm die Vorsitzende eine Geschenkbox der heimischen Eigenmarke „Siebenschläfer“ mit auf den Weg. Deren Name: „Best Friend“.

Zuvor hatte der Ehrengast in der Stadthalle eine knappe halbe Stunde anschaulich über die Wirtschaftskrise und ihre Folgen geredet. Erfreulich: Der 44-Jährige unterließ es, dem politischen Gegner eins auszuwischen. Nur einen Satz konnte sich Schäfer nicht verkneifen. „Wir Christdemokraten können mit Geld immer noch besser wirtschaften als die Konkurrenz.“

„Es gibt viele Wege, in die Verdammnis zu rennen“

Sicher ist sich der Minister auch, dass „kein anderes Land in Europa so gut durch die Krise gekommen ist wie Deutschland“. Ein wesentlicher Faktor sei die Kurzarbeiterregelung gewesen, die es den Unternehmen ermöglicht habe, schnell die Personalkosten zu senken, aber die Belegschaft an Bord zu behalten. Mittlerweile befinde sich die Wirtschaft in einer regelrechten Boom-Phase. Ein Zeichen dafür: „Die Zahl der Ausbildungsplätze übersteigt die Nachfrage.“

Auch von einer Krise des Euro könne keine Rede sein, so der Minister. „Es gibt viele Wege, in die Verdammnis zu rennen. Die Wiedereinführung der D-Mark wäre der sicherste.“ Die wichtigste Aufgabe sieht Schäfer in der Reduzierung des Schuldenbergs hin zu einem ausgeglichenen Landeshaushalt. Der Weg des Sparens sei – die Kanzlerin lässt grüßen – „alternativlos“. Der Minister hofft auf breite Zustimmung, wenn die Wähler am 27. März nicht nur über die neue Zusammensetzung der kommunalen Parlamente entscheiden, sondern auch darüber abstimmen, ob die „Schuldenbremse“ in der hessischen Verfassung verankert wird.

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