Stadtparlament stimmt über Bebauungsplanentwurf ab

Nächste Etappe für Erweiterung der Sonnenblumenschule

Der Neubau der Sonnenblumenschule (rot gekennzeichnet) soll für einen deutlichen Platzgewinn sorgen. Die Skizze zeigt noch den Altbau der Grundschule (oben rechts) und das Sportzentrum Nord (oben links).
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Der Neubau der Sonnenblumenschule (rot gekennzeichnet) soll für einen deutlichen Platzgewinn sorgen. Die Skizze zeigt noch den Altbau der Grundschule (oben rechts) und das Sportzentrum Nord (oben links). grafik: herzig architekten

Nicht nur Kinderbetreuungsplätze werden in Langen dringend gebraucht, auch die Grundschulen platzen aus allen Nähten. Bis im künftigen Wohngebiet Liebigstraße eine sechste Langener Grundschule entsteht – dafür ist ein Grundstück reserviert, das in etwa an der Stelle des früheren Bau- und Wertstoffhofs liegt – sorgt die geplante Erweiterung der Sonnenblumenschule im Nordend für Hoffnung. Die Planungen für den Ausbau kommen weiter zügig voran. Der nächste Schritt ist die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs.

Langen – Den Stadtverordneten liegt nun der Entwurf eines Bebauungsplans vor, der die Erweiterung ermöglicht. Der Magistrat unterstütze den Kreis als Schulträger nach Kräften, sagt Bürgermeister Jan Werner: „Die Schaffung weiterer Kapazitäten an den örtlichen Schulen ist mit Blick auf das Wachstum unserer Stadt zwingend erforderlich.“

Der Haupt- und Finanzausschuss des Kreises hat der Erweiterung jüngst zugestimmt, für die 21,9 Millionen Euro vorgesehen sind – der Anteil des Kreises beträgt 19,6 Millionen, den Rest muss die Stadt finanzieren. Die 1993 eingeweihte und jüngste Grundschule Langens an der Zinkeysenstraße soll zu einer fünfzügigen Einrichtung ausgebaut werden. Statt derzeit 300 sollen dort künftig 500 Schüler in einer ganztagsfähigen Schule unterrichtet werden.

Eine Erweiterung des bestehenden Schulhauses reicht für den Platzbedarf nicht aus. Die beengte Lage im Wohngebiet und die direkte Nachbarschaft zum Sportzentrum Nord, zum Jugendzentrum sowie zum Familienzentrum ließen keine einfache Lösung zu. Letztlich haben sich alle Akteure (Kreis, Stadt, Architekten sowie Vertreter von Schule, Eltern, Jugendzentrum) darauf geeinigt, das Familienzentrum aufzugeben und im südöstlichen Grundstücksbereich einen dreigeschossigen Neubau zu errichten. Die frühere Überlegung, das Areal des Jugendzentrums für die Erweiterung zu nutzen, wurde verworfen.

In zwei polygonalen Baukörpern werden 20 Klassenräume, Mensa, Aula, Waschräume und Lagerflächen untergebracht. Der Unterricht soll jahrgangsübergreifend nach dem Lernhauskonzept erfolgen. Die Nachmittagsbetreuung im Erweiterungsbau soll auf 450 Plätze ausgebaut werden. Das ist erheblich mehr als jetzt: Aktuell können im Familienzentrum maximal 175 Kinder betreut werden. Im Bestandsbau werden Verwaltung und Fachräume untergebracht.

Das Familienzentrum soll dem Erweiterungsbau der Schule weichen.

Der Parkplatz des angrenzenden Sportzentrums Nord kann durch die Lage des Neubaus weitestgehend erhalten werden. Ein kleiner Teil wird künftig als Pausenhof genutzt, ebenso wie das Eingangsrondell der Schule. Einige der am Sportzentrum entfallenden Stellplätze werden auf dem Gelände des Juz nachgewiesen. „Trotz der Verkleinerung des Parkplatzes kann durch die verbleibenden Stellplätze der Bedarf insgesamt gedeckt werden“, betont Petra Wagner, Leiterin des städtischen Fachdienstes Bauwesen, Stadtplanung, Umwelt- und Klimaschutz.

Die Stadt muss für das Vorhaben des Kreises, dessen Fertigstellung für 2024 geplant ist, die baurechtlichen Grundlagen schaffen. Um möglichst zügig ans Ziel zu kommen, wurde bei der Aufstellung des Bebauungsplans die Möglichkeit eines sogenannten beschleunigten Verfahrens gewählt. Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr hat den Bebauungsplanentwurf bereits gebilligt. Endgültig zur Abstimmung steht er in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am morgigen Mittwoch, 2. Dezember. Ist der Beschluss erfolgt, wird der Plan in den Wintermonaten öffentlich im Rathaus ausgelegt. Dabei werden laut Stadt alle Corona-Regelungen eingehalten. Zudem werden die Unterlagen unter langen.de bereitgestellt. Parallel werden die betroffenen Behörden und die Träger öffentlicher Belange beteiligt.  (jrd)

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