Bedarfsplans

Neuberechnung für Langen: 1,5 Stellen mehr für Kinderärzte

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Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen wird sich deutlich verbessern: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen billigt der Stadt eineinhalb Kinderarzt-Stellen zusätzlich zu.

Die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen wird sich deutlich verbessern: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen billigt der Stadt eineinhalb Kinderarzt-Stellen zusätzlich zu.

Langen –  Die KV hatte bei einer Neuberechnung des Bedarfsplans festgestellt, dass die aktuelle Stellenzuweisung nicht länger ausreicht.

Zwei halbe Sitze gehen an die Praxis von Markus Köhler, den anderen halben zusätzlichen Sitz hat die Kassenärztliche Vereinigung der Praxis Dr. Rüdiger Leinweber zugesprochen. Laut KV Hessen wurden bei dieser Entscheidung Jobsharing-Praxen gegenüber Einzelpraxen bevorzugt.

Dr. Leinweber hat bereits zugesagt, bisher unversorgte Kinder und Jugendliche zusätzlich aufzunehmen. Durch die zugesprochenen zusätzlichen Sitze drohen den Kinder- und Jugendärzten in Langen zudem nicht länger hohe Rückzahlungen bei nicht genehmigter Mehrarbeit.

Leinweber hatte – auch mit Unterstützung des Stadtverordneten Joost Reinke – seit über zwei Jahren daran gearbeitet, eine Verbesserung der Versorgungslage mit Kinderärzten in Langen zu erreichen. Aber auch wenn diese Entscheidung der KV den vor Ort praktizierenden Ärzten erst einmal Luft verschaffe, bleibe die Situation im Landkreis Offenbach weiterhin angespannt, erklären der Mediziner und der Bürgermeisterkandidat: Der Sitz einer kürzlich verstorbenen Kinderärztin im Rodgau konnte noch nicht wieder besetzt werden, zudem drohe die Schließung einer Dreier-Praxis in Neu-Isenburg. Sollten sich Familien aus den Nachbarkommunen mit ihren Kindern auf den Weg nach Langen machen, könnte es auch hier relativ schnell wieder eng werden.  

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